
Nach wie vor ist nicht geklärt, ob Apple uns am kommenden Dienstag neben dem iPhone 6 auch die iWatch präsentieren wird. Fest stehen dürfte allerdings, dass das Gadget vermutlich nicht mehr in diesem Jahr auf den Markt kommen wird. So soll Apple nach wie vor an einigen Problemen des Geräts arbeiten. Eines davon könnte die Akkulaufzeit sein. So berichtet
The Information (via
MacRumors), dass an der iWatch beteiligte Apple-Mitarbeiter keine allzu hohen Erwartungen in die Akkulaufzeit des Geräts setzen. Während in dem Bericht keine konkreten Zahlen genannt werden, gab es in der Vergangenheit bereits Gerüchte um eine Laufzeit von zwei bis drei Tagen. Apples Ziel sollen allerdings vier bis fünf Tage ohne Stromladung gewesen sein. Ob dieses Ziel erreicht wurde (oder noch erreicht wird), ist unklar. Allerdings wären, unter Berücksichtigung des aktuellen Markts, sogar schon zwei bis drei Tage ein guter Wert. Zum Vergleich: Die gestern gestartete Motorola
Moto 360 Smartwatch kommt gerade mal auf einen Tag. Möglich ist auch, dass Apple bei einer eventuellen Vorstellung der iWatch am Dienstag gar nicht weiter auf die Akkulaufzeit eingeht und die verbleibende Zeit bis zur Markteinführung nutzt, um diese noch zu verbessern.
Woran merkt man, dass es mit strammen Schritten auf ein Apple-Event zu geht? Richtig, die Gerüchte-Dichte nimmt dramatisch zu. Nachdem gestern bereits Ming-Chi Kuo und das Wall Street Journal ihre Hüte in den Ring warfen, war in der Nacht noch die New York Times an der Reihe. In Sachen iWatch geht man dort gegenüber den genannten Kollegen noch einen Schritt weiter und erwartet für das Gerät ein flexibles Display, welches durch Saphirglas geschützt werden soll, sowie kabelloses Laden. Für letzteres soll sich Apple entschieden haben, nachdem Experimente mit Solarzellen gescheitert sind. Bei der iWatch soll es sich der Quelle zufolge um eines der ambinioniertesten Projekte kümmern, die Apple jemals angegangen ist. So sollen vor allem die verwendeten Sensoren zur Erfassung von Gesundheits- und Fitnessdaten deutlich genauer sein, als alle bisher erhältlichen Gadgets. Apple habe hierfür enorme Mengen an Zeit und Geld aufgewendet.
Auch für das iPhone 6 bringt die NYT ein spannendes neues Gerücht ins Spiel, welches sich vor allem auf die dann größere Displayfläche und die damit auch gewachsene Gesamtgröße des Geräts bezieht. So soll das Gerät über über einen optionalen Einhand-Modus verfügen, der es leichter machen soll, dass größere Gerät mit nur einer Hand zu bedienen. Dies soll sich sowohl auf Tastatureingaben, als auch auf die Bedienung von Apps beziehen. Vor allem die Bedienung mit einer Hand hat Apple in der Vergangenheit immer wieder als Marketinginstrument benutzt, was bei zunehmender Gerätegröße immer schwerer fallen dürfte. Wie genau der angesprochene Modus funktionieren soll, ist aktuell unklar und dürfte erst am kommenden Dienstag enthüllt werden.

Mit der vermutlich nahenden Vorstellung der iWatch auf dem Event in der kommenden Woche nehmen naturgemäß auch spürbar die Gerüchte zu diesem Produkt zu. Nachdem Ming-Chi Kuo heute bereits seine erwartete Hardware-Ausstattung mit 8 GB Speicherplatz und 512 GB RAM präsentierte, zieht nun das
Wall Street Journal nach und erwartet nicht nur im iPhone 6, sondern auch in der iWatch einen NFC-Chip. Während es durchaus möglich ist, dass Apple den Chip für den Datenaustausch zwischen iWatch und iPhone nutzt, erwartet das WSJ, dass er auch in der iWatch vornehmlich Apples erwarteten mobilen Bezahldienst dienen wird. Genau wie Kuo erwartet auch das Wall Street Journal zwei unterschiedliche Größen bei der iWatch, diverse Gesundheits- und Fitnesssensoren und zudem ein gebogenes OLED-Display. Angeblich soll Apple Vorbestellungen für die iWatch annehmen. Ab wann dies jedoch möglich sein und wie die preisliche Gestaltung aussehen wird, ist jedoch nach wie vor unklar.

Heute in einer Woche dürfte uns Apple neben dem iPhone 6 aller Wahrscheinlichkeit nach auch die sagenumwobene iWatch präsentieren. Die Markteinführung hatten die in der Regel gut informierten Kollegen von re/code bereits vor einigen Tagen
für Anfang 2015 vorhergesagt. In dasselbe Horn stößt nun auch die deutlich weniger seriöse, aber dennoch hin und wieder treffsichere
DigiTimes. Demnach befindet sich die iWatch inzwischen in der sogenannten EVT-Phase (Engineering Verification Test), der letzten Stufe vor Beginn der Serienproduktion. Sollten also in dieser Phase keine gravierenden Probleme mehr auftauchen, dürfte die Massenproduktion in Kürze beginnen. Die Zulieferer sollen zumindest bereits Gewehr bei Fuß stehen und noch noch auf den Startschuss von Apple warten.