Seit vergangener Woche ist OS X Lion erhältlich. Aber noch längst nicht jeder Mac User hat sich von seinem guten, alten Schneeleoparden getrennt. Und für eben diese User hat Apple heute Abend das "Mac OS X 10.6.8 Ergänzungs-Update" veröffentlicht, welches man naturgemäß laut Updatebeschreibung allen Benutzern empfiehlt, die noch unter Mac OS X Snow Leopard 10.6.8 arbeiten. Mit dem Update werden einige Probleme behoben, die unter der aktuellsten Version von Snow Leopard noch auftreten konnten. Konkret handelt es sich dabei um Fehlerkorrekturen für die folgenden Situationen:
- Übertragen persönlicher Daten, Einstellungen und kompatibler Programme von einem Mac mit Mac OS X Snow Leopard auf einen neuen Mac mit Mac OS X Lion
- Sofortiges Unterbrechen von Druckaufträgen auf bestimmten Netzwerkdruckern, ohne Abschließen des Auftrags
- Unterbrechen der Systemaudioausgabe bei Verwendung des HDMI- oder optischen Audioausgangs
Das Update kann über Apples Downloadseiten oder die Softwareaktualisierung geladen werden. Wer noch nicht auf 10.6.8 aktualisiert hatte, findet in der Softwareaktualisierung das "Mac OS X 10.6.8 Update v.1.1".
Einigermaßen überraschend hat Apple nur wenige Tage nach dem letzten Update auf Version 4.3.4 soeben iOS 4.3.5 (Build 8L1) veröffentlicht. Die neue Version stopft eine (mir bislang unbekannte) Sicherheitslücke bei der Überprüfung von Zertifikaten. Weitere Angaben macht Apple in den Releasenotes nicht. Das Update steht für beide iPad-Generationen, das iPhone 4, das iPhone 3G[s], sowie die iPod touch Generationen drei und vier zur Verfügung und kann ab sofort über die Softwareaktualisierung in iTunes geladen werden. Alternativ können auch die unten aufgeführten Direktlinks verwendet werden. (mit Dank an Nils und Ralf!)
Direktlinks:

In meinen Ausführungen zu meinen
ganz persönlichen Eindrücken von OS X Lion bin ich schon darauf eingegangen, dass manche der neu eingeführten Multitouch-Gesten für mich nicht wirklich Sinn ergeben. Schlimmer finde ich allerings, dass Apple sogar manche Gesten gestrichen hat, bzw. es nicht gestattet, sie für eine bestimmte Aktion zu verwenden. Ein Vier-Finger-Wisch nach oben brachte mich unter Snow Leopard auf den Desktop, ein Vier-Finger-Wisch nach unten zum (mittlerweile leider zu Grabe getragenen) Exposé. Beide Gesten lässt mich Apple so nun nicht mehr verwenden, was mich gelinde ausgedrückt tierisch nervt. Gott sei Dank gibt es hier jedoch Abhilfe in Form des kleinen Shareware-Tools "Better Touch Tool". Dieses gibt es zwar schon längere Zeit, aber jetzt erst ist es durch meine Verzweifelung in meinen Fokus gerückt. Nach dem Start klinkt sich das Tool in die Menüleiste, wo man dann auch an die Einstellungen gelangt. Hier bietet es sich an, das Tool beim Mac-Start direkt mit starten zu lassen. Zudem hat man hier dann die Möglichkeit, verschiedenen Gesten komplett beliebige Funktionen zuzuordnen. Auch hier bleibe ich natürlich bei meiner Meinung, dass manche Gesten schlichtweg überhaupt keinen Sinn machen, aber immerhin kann ich mithilfe dieses kleinen Tools meine gewohnten Gesten samt Auswirkungen zurück holen. Wem es ähnlich geht, dem sei das "Better Touch Tool" wärmstens ans Herz gelegt. Zugleich möchte ich auch bei Gefallen zu einer Spende an den Entwickler aufrufen. Dies stellt dann auch die Weiterentwicklung sicher. Das "Better Touch Tool" kann über den folgenden Link kostenlos geladen werden:
Better Touch Tool
Immer wieder hatte Mark Zuckerberg in der Vergangenheit betont, dass keine Notwendigkeit für eine iPad-Version der Facebook-App bestehe, da man das Tablet nicht als mobiles Gerät ansehe und man deshalb Facebook auch über die normale Webseite nutzen könne. Nun, das sehr wohl ein Bedarf vorhanden ist, sieht man allein schon an den sich hartnäckig in den Top-Platzierungen des AppSTore haltenden Apps von Drittanbietern. Bereits vor einigen Wochen gab es dann auch in der Tat Meldungen, wonach Facebook bereits eine iPad-Version seiner App fertig haben soll und diese bereits internt testet. Wie TechCrunch herausgefunden hat, befindet sich diese sogar bereits auf den Geräten der meisten Facebook-User. Sie steckt nämlich bereits in der aktuellen Version der iPhone-App, ist komplett deutsch lokalisiert und macht auch bereits einen sehr ausgereiften Eindruck (sofern man dies bei einer Facebook-App behaupten kann). Facebook muss eigentlich nur noch den Schalter umlegen und die App somit zur Universal-App machen. Wer ein bisschen experimentiertfreudig ist, kann aber auch schon jetzt die Facebook-App auf seinem iPad nutzen. Hierzu muss man lediglich eine Konfigurationsdatei der App anpassen. Entgegen ersten Meldungen ist hierfür nicht einmal ein Jailbreak nötig. Weiter unten erkläre ich, wie ihr an die App gelangt.

"Facebook: iPad-App bereits für jeden nutzbar [UPDATE]" vollständig lesen

Time Machine mal anders herum. Nicht in die Vergangenheit dürften sich Entwickler am Wochenende zurück versetzt gefühlt habe, sondern in die Zukunft. Da tauchte nämlich auf der Developer Connection nur wenige Tage nach der allgemeinen Veröffentlichung der ersten Version von OS X Lion nicht etwa Version 10.7.1, sondern bereits die darauf folgender Version 10.7.2 (Buildnummer 11C26) auf. Hauptaugenmerk liegt dabei den Releasenotes zufolge auf dem Testen der für den Herbst abgekündigten iCloud. Bereit steht nämlich zudem die fünfte Beta von iCloud für Lion, die als Voraussetzung eben einen installierten Löwen in Version 10.7.2 besitzt, der auch nur für diesen Zweck für Entwickler zum Download bereit steht. In den Systemeinstellungen für Mail, Kontakte und Kalender finden sich nach der Installation neue Verwaltungsoptionen für den iCloud-Speicher. Ersten Erfahrungen zufolge kümmert sich das Update jedoch um keines der bisher gemeldeten Probleme mit OS X Lion 10.7. Von daher ist definitiv davon auszugehen, dass Apple innerhalb kurzer Zeit (zwei Wochen haben sich hier eingebürgert) auch Lion in Version 10.7.1 veröffentlichen wird, welches sich um die ersten Fehler nach dem Major-Update kümmert.