Apples Produktpalette umfasst inzwischen nicht mehr nur Macs, iPhones und iPads, sondern auch verschiedene Generationen der Apple Watch und des Apple TV. Auch diese Geräte werden inzwischen mit eigenen Betriebssystemen versorgt, wobei es inzwischen auch hier bei entsprechenden Neuvorstellungen spannend ist, welche Geräte Apple mit den neuesten Versionen seiner Systeme noch versorgt und welche langsam in den sauren Apfel beissen müssen. Nach der Vorstellung von watchOS 6 auf der WWDC-Keynote am heutigen Abend hat Apple nun auch bekanntgegeben, welche Generationen der Apple Watch mit dem Update im Herbst kompatibel sein werden. Kurz gesagt, sind dies alle Versionen seit der Series 1 aus dem Jahr 2016.

Auch beim Apple TV tut sich nicht viel. Hier sind alle Modelle seit dem Apple TV der vierten Generation kompatibel, also seit dem Gerät, welches Apple selbst als "Apple TV HD" bezeichnet.

Wie auf der Keynote am heutigen Abend angekündigt, hat Apple vor wenigen Minuten die ersten Betaversionen von iOS 13, iPadOS 13 macOS Catalina, tvOS 13 und watchOS 6 für registrierte Entwickler veröffentlicht. Die sogenannten Developer Previews können ab sofort aus Apples Developer Center geladen werden. Ebenfalls zum Download bereits stehen die erste Betas von Xcode 11, des Reality Composers, Testflight 2.6, Classroom 3.1 für iPad, Classroom 2.1 für den Mac, macOS Server 5.9, Apple Configurator 2.10 und Apple Remote Desktop 3.9.2. Die finalen Versionen der aktuell im Betastadium befindlichen Software stehen dann als kostenlose Update im Herbst für alle Nutzer von unterstützten Geräten zur Verfügung. Teilnehmer am Public Beta Programm erhalten kommenden Monat Zugriff auf die Previews.
Zweites Thema auf der Keynote war die Vorstellung der neuen Funktionen, die Apple im Herbst mit watchOS 6 ausrollen wird. Das neue Update kommt mit mehr neuen Zifferblättern daher, als Apple mit der allerersten Apple Watch ausgeliefert hat. Zudem wandern auch weitere Apps vom iPhone auf die Apple Watch: Bücher (vor allem für Hörbücher), Taschenrechner (mit der Möglichkeit, die Rechnung unter Freunden zu teilen) und Voicememos. Wie erwartet, können Apps auf der Apple Watch künftig auch ohne ein iPhone-Pendant auskommen. Hierzu gibt es dann auch erstmals einen eigenen AppStore - natürlich ebenfalls unabhängig vom iPhone. Die Apple Watch emanzipiert sich also nun vollständig vom zunächst unbedingt notwendigen iPhone.
Selbstverständlich erhält die Apple Watch mit watchOS 6 auch neue Gesundheits- und Fitness-Funktionen. Neu sind dabei unter anderem die "Activity-Trends". Hiermit analysiert die Apple Watch den eigenen Trainingsfortschritt und gibt Tipps, wie man nach und nach besser wird. Eine neue App namens "Noise" erkennt künftig, wenn die Umgebungslautstärke so laut ist, dass das Gehör schaden nehmen könnte und gibt enstprechende Warnungen aus. Speziell für Frauen enthält watchOS 6 zudem eine Tracking-Funktion für die Periode. Diese wird sich künftig auch in die Health-App auf dem iPhone wiederfinden.
watchOS 6 kommt erneut in diesem Herbst für alle Nutzer auf den Markt. Entwickler können die erste Beta direkt im Anschluss an die WWDC-Keynote laden.
Während das iPhone zuletzt ein wenig schwächelte, taten soch vor allem die Service-Sparte und der Bereich der Wearables und Gadgets, zu denen unter anderem auch die Apple Watch zählt positiv hervor. Die Analysten von IDC haben nun aktuelle Zahlen veröffentlicht, die dies noch einmal verdeutlichen. Demnach hat Apple im ersten Quartal 2019 12,8 Millionen Wearables weltweit an den Mann gebracht. Neben der Apple Watch werden hierzu auch die AirPods und ausgewählte Beats-Kopfhörer gezählt. Damit kommt Apple auf einen Marktanteil von 25,8%, also etwas mehr als ein Viertel. Damit ist man das Wearables-Unternehmen Nummer eins auf der Welt. Und das Wachstum sieht auch weiterhin bestens für Cupertino aus. Im Jahresvergleich konnte Apple hier um knapp 50% zulegen. Apples chinesische Konkurrenten Xiaomi und Huawei folgen bereits mit einem Respektsabstand von 6,6 bzw. 5 Millionen verkauften Geräten auf den Plätzen zwei und drei.

Ein klein wenig anders sieht es hingegen aus, wenn man die Kopfhörerprodukte aus den Zahlen herausrechnet. Hier hat inzwischen Xiaomi die Spitze mit einem Marktanteil von 10,7% vor Apple mit 9,3% übernommen .

Dennoch muss man sich auch hier keine Sorgen um Apple machen, da die Produkte von Xiaomi nicht unbedingt im selben Preis- und Marktsegment wie Apple unterwegs sind. Auch in diesem Jahr wird wieder mit einer Neuauflage der Apple Watch gerechnet, in der unter anderem neue Materialien, eine neue Displaytechnologie und möglicherweise eine Schlafüberwachung eingeführt werden.

Die Schlagzahl in der Apple neue Beta-Versionen an seine Entwickler verteilt ist schon beeindruckend. So steht inzwischen bereits die dritte Vorabversion von iOS 12.4 zum Download bereit. Und das gerade mal eine Woche nach der zweiten und nur drei Wochen nach der ersten Beta. Bei watchOS 5.3 und tvOS 12.4 geht es ein wenig langsamer voran, hier stehen seit wenigen Minuten die jeweils zweiten Betaversionen zur Verfügung. Die neuen Versionen können aktuell ausschließlich von registrierten Entwicklern geladen werden, Teilnehmer am Public Beta Programm dürften in Kürze jedoch ebenfalls versorgt werden. Möglicherweise drückt Apple deswegen so auf die Tube, weil die neuen Updates bereits in Kürze auch an alle Nutzer ausgegeben werden sollen. Aus den ersten Betas sind keine wirklich relevanten Neuerungen bekanntgeworden. Es darf aber davon ausgegangen werden, dass Apple verschiedene Dinge vorbereitet, die vermutlich auf der WWDC dann noch einmal offiziell vorgestellt werden. Unter anderem steht dann in den USA die Ausgabe der physischen Version der Apple Card auf dem Programm. Die großen Neuerungen aus dem März-Event, wie Apple TV+ oder Apple Arcade folgen jedoch erst im Herbst mit iOS 13.
Es ist schon bemerkenswert, wie stark Apple als Technologie-Konzern im Gesundheitsmarkt mitmischt. Die Apple Watch wurde dabei in den vergangenen Jahren sukzessive von einem Mode-Accessoir zu einem Gesundheits- und Fitness-Gadget ausgebaut. Und dieser Trend dürfte sich auch in Zukunft weiter fortsetzen. Wie CNBC berichtet, hat Apple bereits im Jahr 2018 das Gesundheits-Startup Tueo Health übernommen, welches eine App entswickelt hat, mit der Eltern die Asthma-Symptome ihrer Kunder überwachen können. Hierzu verbindet sich die App mit kommerziellen Atmungssensoren, die die Symptome erfassen und analysieren. Sollten dabei vor allem während des Schlafens Unregelmäßigkeiten oder Auffälligkeiten erkannt werden, meldete die App dies an die Eltern, so dass sie im Ernstfall eingreifen können.
We use commercially available sensors to monitor asthmatic children while they sleep. Our technology leverages the data from these sensors to create a personalized baseline for each child. Alerts are automatically sent to parents when there are deviations from their child's baseline. These alerts are interactive and informative - we provide contextual information and just-in-time education and support to help them better manage their child's asthma.
Aktuell ist noch unklar, inwieweit Apple die übernommene Technologie in seine Produkte einfließen lassen wird. Es gab allerdings in den vergangenen Wochen immer mal Gerüchte, dass Apple eine Schlafüberwachung in seine Apple Watch einbauen könnte.

Erst vor Kurzem hat Apple sein Retail-Personal und auch die Mitarbeiter von autorisierten Apple Service-Partnern informiert, dass eine Apple Watch Series 2 mit 38 mm Aluminiumgehäuse aufgrund von Ersatzteil-Lieferengpässen bis auf Weiteres gegen equivalente Modelle der Series 3 ausgetauscht werden sollten. Nun ist auch die Apple Watch Series 3 von einer ähnlichen Aktion betroffen. Aktuell und weltweit werden
einem internen Memo zufolge Modelle mit Edelstahlgehäuse der Apple Watch Series 3 mit GPS und Cellular gegen equivalente Modelle der Series 4 getauscht. Grund sind erneut Lieferengpässe. Ist man also im Besitz eines solchen Modells und hat einen Defekt zu beklagen, ist jetzt also eine gute Zeit, sich an den Apple Support oder einen Apple Retail Store zu wenden.
Es war irgendwie zu erwarten. Nachdem Apple am Montag die finalen Versionen von iOS 12.3, tvOS 12.3, watchOS 5.2.1 und macOS Mojave 10.14.5 für alle Nutzer veröffentlicht hatte, läutet man nun die nächste Betaphase ein. Und dabei gibt es dann auch gleich den nächsten größeren Versionssprung. So können registrierte Entwickler seit wenigen Minuten die erste Beta von iOS 12.4 auf ihre Geräte laden. Teilnehmer am Public Beta Programm dürften in Kürze ebenfalls versorgt werden. Auch das Apple TV bekommt ein neues Beta-Update auf tvOS Version 12.4 spendiert, ebenso wie der Mac auf macOS 10.14.6 und die Apple Watch auf watchOS 5.3. Welche Neuerungen die neuen Versionen konkret mitbringen, ist derzeit noch unklar. Sollten sich im Laufe des Abends weitere Erkenntnisse ergeben, melde ich mich natürlich entsprechend.