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Produktion des iPhone 12 gesichert? Foxconn meldet genügend Arbeitskräfte für die heiße Phase

Die einschlägigen Experten sind sich bisher einig, dass man sich wohl trotz Corona-Krise keine Sorgen um den pünktlichen Start des iPhone 12 im Herbst dieses Jahres machen muss. Und diesen Eindruck bestätigt nun auch eine Meldung von Apples Haus- und Hoffertiger Foxconn (via Nikkei). Demnach habe man dort jetzt schon genügend Arbeiter für sämtliche Fertigungsstätten in China rekrutiert, um die erwartet große Stückzahl zu produzierender Geräte sicherzustellen. Noch im Februar waren sämtliche Fabriken in China wegen der Corona-Pandemie geschlossen worden. Auch unmittelbar nach der Wiedereröffnung dauerte es aufgrund von Quarantänen und Reisebeschränkungen noch ein wenig, bis genügend Arbeiter zur Verfügung standen. Inzwischen haben sich diese Probleme jedoch wieder gelegt und die chinesische Bevölkerung ist auf Jobsuche, um die persönlichen Ausfälle während der Ausgangssperre wieder aufzuholen.

Nicht vergessen darf man allerdings, dass auch die Entwicklung des iPhone 12 von der Coronakrise betroffen war. So konnten beispielsweise Apple-Ingenieure wegen der Reisebeschränkungen nicht nach China reisen, um bei der Entwicklung zu unterstützen.

High-End Modell des 2020er iPhone soll über "Sensor-Shift" Bildstabilisierung verfügen

Bereits seit längerer Zeit wird spekuliert, dass Apple in diesem Herbst eine High-End Version des iPhone mit 6,7"-Display auf den Markt bringen wird. Erneut sollen dabei verschiedene Verbesserungen beim Kamerasystem mit an Bord sein, inkl. größerer Sensoren für bessere Fotos bei schlechten Lichtverhältnissen. Nun bringt der bekannte und in der Regel gut informierte Apple-Analyst Ming-Chi Kuo (via MacRumors) eine weitere Neuerung ins Spiel. Seinen Informationen zufolge wird die Kamera des 6,7"-Modells über eine sogenannte "Sensor-Shift" Bildstabilisierung verfügen. In 2021 sollen dann zwei der drei neuen iPhone-Modelle über diese Funktion verfügen.

Weitere Details gibt es zum jetzigen Zeitpunktnoch nicht, allerdings könnte die "Sensor-Shift" Technologie künftig auch das Ultra-Weitwinkelobjektiv mit einer Bildstabilisierung versorgen. Das iPhone 11 Pro bietet dies aktuell nur für das Weitwinkel- und das Teleobjektiv. Mit der "Sensor-Shift" Technologie würde die Bildstabilisierung für das gesamte Kamerasystem gelten und nicht für einzelne Objektive.

Noch weiter in die Zukunft geblickt erwartet Kuo, dass im Jahr 2022 mindestens eins der neuen iPhone-Modelle über ein Periskop-Objektiv verfügen wird, welches dann einen 5-fachen optischen Zoom ermöglichen würde, wie dies momentan beispielsweise beim Huawei P30 Pro der Fall ist, oder gar einen 10-fachen Zoom wie beim Huawei P40 Pro. Derzeit sind am iPhones maximal 2x optischer Zoom und 10x digitaler Zoom möglich.

Wegen des Coronavirus: Smartphone-Markt im Februar mit dem stärksten Rückgang aller Zeiten

Dass die Corona-Pandemie große Auswirkungen auf die Wirtschaft hat, ist ohnehin bereits klar. Vor allem auch die vorwiegend in Fernost produzierten Smartphones haben hierunter zu leiden. Nun wird dies auch erstmals mit Zahlen belegt. Wie die Analysten von Strategy Analytics ermittelt haben, wurden im Februar ca. 61,8 Millionen Geräte abgesetzt, was einen starken Rückgang gegenüber den 99,2 Millionen im Februar 2019 bedeutet. Dies ist der stärkste Rückgang in der Geschichte des Smartphone. Vor allem die asiatischen Märkte waren im Februar stark rückläufig, ein Trend, der sich vermutlich im März und April auch in der westlichen Welt fortsetzen wird. Auf der einen Seite sind noch die Nachwirkungen der Produktionsausfälle in Asien zu erwarten, zum anderen dürften auch die Kunden selbst zweimal überlegen, ob sie sich in der aktuell schwierigen Zeit ein teures Smartphone leisten wollen.

Hiervon wird dann vor allem auch Apple betroffen sein, da das iPhone zweifellos dem Premium-Segement bei den Smartphones zugeordnet werden muss. Bereits im vergangenen Monat hatte Apple angekündigt, dass man die selbsterzielten Umsätze für das März-Quartal aufgrundd er Coronakrise nicht erreichen werde.

Bloomberg: iPhone 12 weiterhin im Plan für eine Vorstellung im Herbst

Auch wenn es in der aktuellen Situation deutlich wichtigere Dinge gibt, als die Frage, ob die diesjährige iPhone-Generation pünktlich auf den Markt kommt, scheint dies nach wie vor der Fall zu sein. Die Coronakrise hat ihren Ursprung ja bekanntermaßen in China genommen. Entsprechend wurde auch die Produktion bei Apples Zulieferern vorübergehend heruntergefahren. Inzwischen werden aus China aber keine Neuinfektionen mit dem Virus mehr gemeldet, die Produktion läuft wieder weitestgehend normal. Ein aktueller Bericht der Kollegen von Bloomberg geht nun noch einmal auf die Probleme für große Produzenten wie Apple in China ein, erklärt aber auch, dass die Fertigung für das iPhone 12 inkl. 5G-Anbindung in diesem Herbst weiterhin im Plan sei.

Dem Bericht zufolge soll die Massenproduktion des nächsten iPhone im Mai beginnen, was bedeuten könnte, dass es zum Verkaufsstart kleinere Lieferengpässe geben könnte. Der grundsätzliche Verkaufsstart soll aber nicht gefährdet sein. Während die Produktionskapazitäten in China fast schon wieder auf Normalbetrieb läuft, sind Zulieferer in anderen Regionen der Welt, etwa in Malaysia, Südkorea, Großbritannien, den USA, Italien und auch Deutschland weiterhin vom Coronavirus betroffen.

Coronakrise: Telekom stellt Bestandskunden 10 GB zusätzliches Datenvolumen zur Verfügung

Regelmäßig wird die Telekom belächelt, wenn ich Anfang des Monats darüber berichte, dass das Unternehmen seinen Bestandskunden mal wieder 500 MB zusätzliches Datenvolumen spendiert hat. Über die aktuelle Maßnahme des deutschen Mobilfunk-Marktführers dürfte nun niemand mehr lächeln - außer vor Freunde vielleicht. So hat Telekom-Vorstand Tim Höttges in einer Videobotschaft angekündigt, dass das Unternehmen seinen MagentaMobil-Kunden aufgrund der Coronakrise ein zusätzliches Datenvolumen in Höhe von 10 GB kostenlos zur Verfügung stellt. Die Umsetzung soll laut Höttges zeitnah erfolgen. Darüber hinaus bietet die Telekom all ihren Kunden sechs Monate kostenlosen Zugriff auf das kommende Woche startende Streaming-Angebot Disney+ an. Zudem können Schulen und Unternehmen über die Telekom Microsoft Office 365 für drei Monate kostenlos nutzen, um auf diese Weise unter anderem die Arbeit aus dem Homeoffice zu erleichtern.

Coronavirus: Telekom übergibt Ortsdaten seiner Nutzer zur Auswertung an das Robert-Koch-Institut

Heute Vormittag hatte ich bereits berichtet, dass die USA darüber nachdenken, auf Ortsinformationen von Smartphones zuzugreifen, um die Ausbreitung des Coronavirus besser zu verstehen und im Idealfall auch einzudämmen. In Österreich wird dies bereits praktiziert und auch in Deutschland ist dies offenbar bereits Realität, wie der Tagesspiegel berichtet. Demnach stellt die Telekom dem Robert-Koch-Institut (RKI) bereits die anonymisierten Ortsinformationen der Smartphones in seinem Netz zur Verfügung, damit man dort Rückschlüsse auf die Verbreitung des Virus in Deutschland ziehen kann. Am gestrigen Abend wurde ein erster Schwung Daten mit einer Größe von 5 GB an das RKI übergeben.

Nicht nur in Österreich hat die Weitergabe der Bewegungsdaten bereits für Kritik gesorgt. Die oppositionelle SPÖ spricht gar von einem massiven Eingriff in die Grundrechte der Bürger. Ähnliches ist auch in Deutschland zu erwarten. Aus diesem Grunde bemüht man sich dann auch zu betonen, dass die weitergeleiteten Daten in Echtzeit anonymisiert werden und die kleinste Ebene eines Datensatz immer mindestens die kombinierten Daten von 30 Nutzern umfasst:

"Die Signalisierungsdaten werden in Echtzeit anonymisiert, aggregiert, in Massenstatistiken umgewandelt und stehen erst nach Abarbeitung dieser Arbeitsschritte zur Auswertung bereit."

Der Prozess sei gemeinsam mit den Datenschutzbehörden erarbeitet worden und von der damaligen Bundesdatenschutzbeauftragten Andrea Voßhoff als datenschutzkonform bewertet worden.

In Israel ist man indes schon ein Stück weiter und hat ein Notfallgesetzt erlassen, welches es den Sicherheitsbehörden ermöglicht, mutmaßlich mit dem Coronavirus infizierte Bürger über ihr Smartphone zu tracken (via BBC News). Laut der israelischen Regierung will man auf diese Weise sicherstellen, dass sich die infizierten Personan auch an die Quarantäneanordnung halten. Laut Premierminister Benjamin Netanyahu gilt das neue Überwachungsgesetz lediglich für 30 Tage.

USA denken über Ortsinformationen von Smartphones zur Corona-Eindämmung nach

Auch in der EU soll es entsprechende Überlegungen gegeben haben, nun denken die USA darüber nach, inwieweit man die Ortsinformationen von Smartphones eventuell dazu nutzen könnte, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bekämpfen. Wie die Washington Post berichtet, soll sich Apple hierzu in Gesprächen mit Facebook, Google und weiteren Technologiekonzernen befinden. Plan ist es aktuell offenbar, die Ortsinformationen der Nutzer anonymisiert zu aggregieren und hieraus eine Karte der Ausbreitung zu erstellen. Gleichzeitig soll auf diese Weise auch ermittelt werden, inwieweit eine soziale Abschottung dabei hilft, die Ausbreitung zu verlangsamen. Allerdings sollen sich die Gespräche derzeit noch in einem sehr frühen Stadium befinden.

Facebook beispielsweise hat in der Vergangenheit bereits die anonymisierte Bewegungsdaten seiner Nutzer dazu genutzt, um gemeinsam mit Gesundheitsforschern Krankheiten zu erforschen. Die Gefahr bei derlei Datenerhebungen besteht natürlich in einer kontinuierlichen Überwachung und so hat die Regierung bereits verlauten lassen, dass man nicht an einer dauerhaften staatlichen Datenbank interessiert sei, sondern derzeit nach Möglichkeiten suche, um der aktuellen Situation zu begegnen. Die von Facebook für Forschung bereitgestellten Daten sind lediglich auf eine Drittel Meile genau und enthalten keine Informationen über den Nutzer.

In der vergangenen Woche trafen sich bereits Vertreter von verschiedenen Silicon Valley Konzernen, wie Apple, Google, Facebook, Twitter und Amazon mit Vertretern im Weißen Haus in Washington, um Möglichkeiten zu erläutern, wie sie der Regierung in der Coronakrise behilflich sein können. So arbeitet Google derzeit an einer Info-Webseite, über die Nutzer Sympthome eingeben, Corona-Tests arrangieren und Testergebnisse erhalten können. In der San Francisco Bay Area ging die Webseite bereits online - und stieß schnell an ihre Kapazitätsgrenzen.

Nur die beiden Pro-Modelle des 2020er iPhones dürften wohl über die neue 3D-Funktionalität verfügen

Die Kollegen von 9to5Mac veröffentlichen auch weiterhin häppchenweise ihre Fundstücke aus der frühen Vorabversion von iOS 14, die ihnen in die Hände gefallen ist. Darin wurden nun Hinweise gefunden, wonach offenbar nur die Pro-Modelle des iPhone 12 über die erwartete "Time-of-Flight" 3D-Technologie in der rückwärtigen Kamera verfügen wird. Konkret werden die neuen iPhones innerhalb von iOS 14 offenbar mit dem Codenamen "d5x" referenziert (die iPhone 11 Familie hört auf die Bezeichnung "d4x"). Allerdings besitzen lediglich zwei der Modelle den Time-of-Flight Sensor, vermutliich die beiden erwarteten Pro-Varianten iPhone 12 Pro und iPhone 12 Pro Max.

Die Kollegen gehen davon aus, dass das neue Kamera-Setup des iPhone 12 Pro aus einem Time-of-Flight 3D Sensor, einem Weitwinkelobjektiv, einem Ultraweitwinkelobjektiv und einem Teleobjektiv bestehen wird. Der Time-of-Flight Sensor wird dann erweiterte AR-Funktionen ermöglichen, von denen Apple angeblich mithilfe einer neuen App profitieren wird, die Zusatzinformationen zur Umgebung des Nutzers auf dem Echtzeitbild der Kamera anzeigt. Rein technisch ähnelt die Funktion dieses Sensors der Arbeitsweise der TrueDepth-Kamera, die Apple seit dem iPhone X für Face ID oder Animojis verwendet.