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Apple experimentiert mit Kameras in Armbändern für die Apple Watch

Die Apple Watch mausert sich nicht nur wie gestern berichtet immer mehr zum heimlichen Star in Cupertino, spätestens mit watchOS 6 wird sie sich im Herbst auch so gut wie komplett vom bislang stets benötigten iPhone emanzipieren. Was der Watch allerdings gegenüber dem iPhone noch fehlt, ist eine Kamera, beispielsweise für FaceTime-Gespräche. Ein nun gesichtetes und Apple zugesprochenes Patent zeigt jedoch, dass das Unternehmen auch in diese Richtung forscht. Überraschend ist dabei allerdings die dabei untersuchte Platzierung der Kamera, die sich nicht am Gehäuse der Watch wiederfindet, sondern im Armband. Auf diese Weise würde sich die Kamera auch deutlich flexibler einsetzen lassen. So könnte man damit sogar Fotos knipsen, wobei die Watch selbst dann als digitales Okular dienen könnte. (via MacRumors)

Gemäß des Patentantrags bestünde das Armband mit der Kamera aus einem flexiblen Material, wie es auch jetzt schon bei den meisten Armbändern der Fall ist, um das Objektiv in verschiedene Positionen bringen zu können. In dem Antrag ist sogar von mehreren Objektiven an verschiedenen Stellen des Armbands die Rede, was dann eine Front- und Rückseitenkamera emulieren könnte.

Bei allem, was sich so in den Armbändern der Apple Watch abspielen könnte, kommt einem natürlich der versteckte Anschluss in den Kerben für die Aufnahme der Armbänder am Gehäuse der Apple Watch in den Sinn. Dieser würde dann wohl von Apple geöffnet werden, um die Verbindung zwischen der Technik im Armband zur Watch selbst zu realisieren.

Zu bedenken bleibt auch hier, dass Apple ständig jede Menge Patente einreicht, um sich einfach nur Ideen und Technologien schützen zu lassen. Die allermeisten davon landen jedoch nie in einem echten Produkt. Aus diesem Grunde sollte das neue Patent auch keinesfalls als Bestätigung gesehen werden, dass die Kamera im Armband der Apple Watch tatsächlich kommt. Es zeigt allerdings sehr wohl, dass sich Apple damit beschäftigt und verschiedene Anwendungsfälle für eine solche Umsetzung sieht.

Die Apple Watch mausert sich zum heimlichen Star in Cupertino

Während das iPhone ein wenig schwächelt, schwingt sich heimlich, still und leise die Apple Watch mehr und mehr zum heimlichen Star in Cupertino auf. Daten aus dem Counterpoint Research Global Smartwatch Tracker sehen dabei ein sattes Wachstum von 22% im vergangenen Jahr, was den Analysten zufolge in großen Teilen auf die Beliebtheit der neu vorgestellten Series 4 liegt. So soll die Apple Watch Series 4 das sich am besten verkaufende Modell im gesamten letzten Jahr gewesen sein - und das, obwohl sie lediglich ein einziges Quartal auf dem Markt war. Apple selbst gibt inzwischen keine konkreten Absatzzahlen zu seinen Geräten mehr an, weswegen die Analystenzahlen inzwischen die einzige Quelle sind, auf die man sich hier stützen kann.

Counterpoint Research sieht den Marktanteil der Apple Watch leicht sinken, was vor allem an den immer neu hinzukommenden Anbietern, vor allem aus Fernost liegt. Nach wie vor ist der Anteil mit 37% jedoch nicht nur komfortabel, sondern auch weiterhin dominant. Auf Platz 2 sieht CR den hierzulande eher unbekannten Anbieter Imoo bei 10%, gefolgt von Samsung mit 9%.

Die Top 5 Smartwatches des Jahres 2018 bringen es gemeinsam auf knapp die Hälfte aller Verkäufe. Apple ist dabei gleich mit drei Modellen vertreten:

  1. Apple Watch Series 4
  2. Apple Watch Series 3
  3. Fitbit Versa
  4. Imoo Z3
  5. Apple Watch Series 2

Mit watchOS 6 und der zu erwartenden Apple Watch Series 5 dürfte Apple in diesem Herbst erneut einigen Schwung in die Absätze seiner Smartwatch bringen, weswegen eine dominante Position auf dem Markt auch für die kommenden Jahre gesichert sein dürfte.

Apple gewährt ausgewählten Teilnehmern des AppleSeed-Programms Zugriff auf watchOS 6 Betas

Neben der ersten öffentlichen Beta von iOS 13, iPadOS 13, macOS Catalina und tvOS 13 hat Apple am gestrigen Abend auch ausgewählte Teilnehmer an seinem AppleSeed-Programm kontaktiert und ihnen Zugriff auf die aktuelle Beta von watchOS 6 gewährt (via AppleInsider). Apple bietet watchOS-Betas traditionell bislang nicht für Nutzer an, die nicht in das hauseigene Developer-Programm eingeschrieben sind, da es keine Möglichkeit gibt, eine einmal aktualisierte Apple Watch anschließend wieder downzugraden. Bei AppleSeed handelt es sich um eine spezielle Variante des öffentlichen Betaprogramms welches von Apple als "invite only", also nur auf spezielle Einladung angeboten wird. Apple schreibt in seiner Mitteilung:

We are extending you an exclusive invitation to join the AppleSeed Program and to take part in shaping watchOS 6. As a participant, you'll get to test-drive pre-release software and provide your feedback.

Our program also includes a community discussion board, questionnaires, and a Feedback Assistant application that lets you report any quality and usability issues you find, directly to Apple. Help us improve the quality of our next release and join today.

Apple veröffentlicht neue Betas von iOS 12.4, macOS 10.14.6, watchOS 5.3 und tvOS 12.4

Die Schlagzahl in der Apple neue Beta-Versionen an seine Entwickler verteilt ist schon beeindruckend. So steht inzwischen bereits die fünfte Vorabversion von iOS 12.4 zum Download bereit. Und das nur wenige Wochen nach der ersten Beta. Bei watchOS 5.3 und tvOS 12.4 geht es ein wenig langsamer voran, hier stehen seit wenigen Minuten die jeweils vierten Betaversionen zur Verfügung, bei macOS 10.14.6 ist es die dritte. Die neuen Versionen können aktuell ausschließlich von registrierten Entwicklern geladen werden, Teilnehmer am Public Beta Programm dürften im Laufe der nächsten Stunden jedoch ebenfalls versorgt werden. Aus den ersten Betas sind keine wirklich relevanten Neuerungen bekanntgeworden. Es darf aber davon ausgegangen werden, dass Apple verschiedene Dinge vorbereitet, die unter Umständen auch mit der demnächst in den USA anstehenden Ausgabe der physischen Version der Apple Card zusammenhängen. Die großen Neuerungen aus dem März-Event, wie Apple TV+ oder Apple Arcade folgen jedoch erst im Herbst mit iOS 13.

Zum Welt-Yoga-Tag: Apple veranstaltet heute Yoga-Challenge auf der Apple Watch

Vermutlich werden es viele gar nicht wissen, aber heute ist der "Welt-Yoga-Tag". Zu diesem Anlass hat Apple eine neue Challenge auf der Apple Watch gestartet. Dabei lassen sich erneut Belohnungen in Form von Badges und Stickern für iMessage freischalten, wenn man im Laufe des heutigen Tages ein 15-minütiges Yoga-Workout absolviert. Dies kann wahlweise über die Aktivitäten-App der Apple Watch oder jede andere beliebige Yoga-App stattfinden, die ihre Daten mit der Health-App von Apple synchronisiert. Dies ist das erste Mal, dass Apple eine Challenge mit Yoga-Bezug veranstaltet. Mit watchOS 5 hatte Apple im vergangenen Jahr die Unterstützung für Yoga-Workouts eingeführt. (via 9to5Mac)

Die Apple Watch dominiert den Smartwatch-Markt noch bis mindestens 2023

Auch wenn die Dimension eine andere ist, lässt sich die Entwicklung der Apple Watch durchaus mit der des iPhone vergleichen. Beide Geräte haben ihren jeweiligen Markt nicht nur revolutioniert, sondern nach ihrer Vorstellung auch für mehrere Jahre dominiert. Im Falle der Watch erwarten die Analysten von IDC, dass diese Dominanz noch bis mindestens 2023 anhalten und Apple zu diesem Zeitpunkt einen Marktanteil von 25,9% halten wird. Allerdings werden auch die Konkurrenten bis zu diesem Zeitpunkt weiter aufholen. Insgesamt sollen Smartwatch-Verkäufe in den kommenden fünf Jahren von 91,8 Millionen Geräte in diesem auf ca. 131,6 Millionen Geräte in 2023 steigen und damit auch die Kategorie der Wearables weiter pushen. Auch die sogenannte "Earwear", zu der beispielsweise die AirPods gehören, sollen weiterhin hierzu beitragen, während das Wachstum von klassischen Fitness-Trackern langsam aber sicher einschläft.

Neu in watchOS 6: Vorinstallierte Apps können gelöscht werden

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie über Jahre hinweg immer wieder gefordert wurde, dass man doch bitte den Nutzer in die Lage versetzen solle, die vorinstallierten iOS-Apps vom iPhone entfernen zu können. Dies ist inzwischen möglich, ich kenne allerdings so gut wie niemanden, der hiervon wirklich Gebrauch macht. Mit dem kommenden Update auf watchOS 6 wird diese Möglichkeit ab dem Herbst aber nun auch auf der Apple Watch zur Verfügung stehen, wie TechCrunch berichtet. Und hier macht dies vermutlich auch mehr Sinn, denkt man nur mal an den geringen Platz auf dem Display und damit auf dem App-Grid auf der Apple Watch. Mit watchOS 6 kommen sogar mit dem AppStore, der Bücher-App, dem Taschenrechner, oder den Voicememos noch weitere Apps hinzu. Da kommt es durchaus gelegen, dass man diesen Wust ein wenig von den Apps befreien kann, die man ohnehin nicht nutzt.

Die Vorgehensweise ist dabei analog zu der auf dem iPhone. Man hält den Finger einfach auf das App-Grid gedrückt bis die Apps anfangen zu wackeln. Anschließend können die gewünschten Apps dann über das erscheinende X-Zeichen gelöscht werden. Wie auch auf dem iPhone wird dies für die meisten aber nicht für alle Apps gelten, die aus Apples Sicht unverzichtbar auf der Watch sind. Sollte der Nutzer die gelöschten Apps doch zurückhaben wollen, können sie, ebenfalls wie auf dem iPhone, erneut aus dem AppStore geladen werden.

In der aktuellen Vorabversion von watchOS 6 steht die Funktion noch nicht zur Verfügung. Sie dürfte aber in einer der kommenden Betas ihren Weg auf die Testgeräte der Nutzer finden.

Neu in watchOS 6: Over-the-Air Updates direkt auf der Apple Watch

Mit watchOS 6 wird sich die Apple Watch weiter deutlich vom iPhone, auf das es bislang zwingend angewiesen war, emanzipieren. Hiervon zeugt nicht nur der erstmals direkt auf der Watch zur Verfügung stehende und voll funktionale AppStore, auch der Updateprozess dürfte sich künftig vom iPhone lösen. Bereits in der ersten Beta von watchOS 6 war ein entsprechender Mechanismus enthalten. Mit der Verteilung der zweiten Beta wurde dieser nun aktiv. Wie auf dem iPhone checkt künftig auch die Apple Watch, ob ein neues Update zur Verfügung steht und lädt es im positiven Fall direkt auf die Watch herunter. Aktuell muss man allerdings zuvor noch auf dem iPhone (...) die Nutzungsbedingungen akzeptieren, wie Jeremy Horwitz anmerkt. Dies dürfte vermutlich aber noch dem Betastadium geschuldet und bis zur finalen Version im September behoben sein.