Trotz "Kratztests": Abdeckung der Kameralinse beim iPhone 7 besteht weiterhin aus Saphirglas
Bereits seit vielen Jahren versieht Apple die Kameralinse auf der Rückseite seines iPhone mit Saphirglas. Dieses zeichnet sich vor allem durch seine deutlich höhere Kratzfestigkeit aus, als dies bei normalem Glas der Fall ist. Beim iPhone 7 wurde die Verwendung von Saphirglas nun jedoch in Zweifel gezogen. Wie sich das offenbar bei neuen Geräten gehört, werden diese bereits kurz nach ihrem Erscheinen mit verschiedenen Werkzeugen und Alltagsgegenständen malträtiert, um ihre "Schwächen" aufzudecken. Bei einem Test wurde dabei auch Kratztool eingesetzt, welches die verschiedenen Härtestufen von Glas auf der sogenannten Mohs-Skala testen kann. Saphir wird hier mit einem Härtegrad von 9 eingestuft, nur einen Wert unterhalb des Diamanten, der die 10 erhält.
In dem Video kommt nun ein Tool für den Härtegrad "Mohs 6" zum Einsatz, welches scheinbar in der Lage ist, die Glasabdeckung der Kameralinse beim iPhone 7 zu zerkratzen. Zum Vergleich wird mit demselben Tool eine Armbanduhr von Tissot bearbeitet, die ebenfalls aus Saphirglas besteht. Hier treten jedoch keine Kratzer auf. Gegenüber Rene Ritchie hat Apple sich nun sogar genötigt gefühlt, noch einmal offiziell zu bestätigen, dass die Kameraabdeckung beim iPhone 7 tatsächlich aus reinem Saphirglas besteht. Dies würde man auch "unter normalen Tests" bestätigt werden. Die wahrscheinlichste Erklärung für das in dem Video zu sehende Phänomen ist daher, dass das Saphirglas nicht zerkratzt, sondern gebrochen wird. Die Saphirglasabdeckung der Kameralinse beim iPhone ist deutlich dünner als das Glas der zum Vergleich herangezogenen Armbanduhr und kann entsprechend bei einer starken punktuellen Krafteinwirkung auch brechen.