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iPhone 6: Unterschiedliche Markteinführungen aus Angst vor Kanibalisierung?

Es ranken sich weiter diverse Spekulationen um die beiden gemunkelten Displaygrößen beim iPhone 6. Bereits recht früh wurde dabei deutlich, dass es wohl eine 4,7"- und eine 5,5"-Variante geben soll. Es folgten Gerüchte, wonach Produktionsschwierigkeiten bei der größeren Variante eine verspätete Markteinführung dieses Modells auslösen könnten. Selbige Gerüchte wurden mehrfach dementiert und neu aufgeworfen. Die DigiTimes bringt nun eine neue Variante ins Spiel. Demnach soll Apple sogar bewusst eine spätere Einführung des 5,5"-Modells planen, um damit nicht auf dieselbe Weise die eigenen Verkäufe zu kanibalisieren, wie man es im vergangenen Jahr beim iPhone 5s und iPhone 5c getan habe. Was grundsätzlich erst einmal plausibel erscheinen könnte, wird durch die Herkunft dieser Informationen schon wieder einigermaßen unglaubwürdig. So zitiert die DigiTimes nach eigenen Angaben Quellen aus der Zuliefererkette. Allein dies sollte schon die Alarmglocken schrillen lassen, wie auch die Kollegen von 9to5Mac anmerken. Letzten Endes sind diese Quellen nämlich nicht im geringsten in Apples strategische Pläne eingeweiht und können Schlussfolgerungen nur aus den bei ihnen platzierten Bestellungen ableiten. Da Apple inzwischen seine Komponentenlieferanten aber recht breit gestreut hat, müssten schon ziemlich viele Faktoren zusammenkommen, um hierein verlässliches Bild abzuleiten.

Zudem würde ich persönlich nicht davon ausgehen, dass zwei in ihrer Größe so unterschiedliche Geräte sich gegenseitig kanibalisieren würden, da die Käufer ohnehin ihrer Präferenz folgen würden. Einziges Gegenargument hierfür wäre, wenn Apple einem der beiden Geräte ein herausragendes Alleinstellungsmerkmal (aktuell wird ja über 128 GB Speicher und Saphirglas exklusiv für das High-End-Modell diskutiert) spendieren würde. Dennoch würde ich strategische Überlegungen von Apple als Grund für eine zeitlich entzerrte Veröffentlichung nahezu ausschließen.