So langsam nimmt die Gerüchteküche wieder an Fahrt auf. Und auch wenn es sehr wahrscheinlich nicht um ein Produkt geht, welches auf der nahenden WWDC gezeigt werden soll, so befindet sich nach wie vor das iPhone im Mittelpunkt der Spekulationen. Aktuell schwappen erneut einigermaßen kuriose Gerüchte aus Fernost herüber. Dort berichtet WeiPhone (via AppleInsider),
dass Apple mit der nächsten iPhone-Generation plane, die Anzahl der Pixel des Retina-Displays zu verdoppeln. Während die Displaydiagonale weiterhin bei 4" liegen soll, würden sich dem Bericht zufolge die Pixel von derzeit ca. 730.000 auf dann ungefähr 1,5 Millionen erhöhen. Die Pixeldichte würde sich durch die Verdoppelung gar von 326 ppi auf knapp 490 ppi erhöhen. Grundsätzlich ist dies erstmal nichts ungewöhnliches, haben Geräte wie das HTC
One das iPhone doch inzwischen hinsichtlich der Pixelzahl längst überholt. Allerdings vergibt Apple bei Smarthphones für Geräte mit einer Pixeldichte von 300 ppi bereits die Bezeichnung "Retina". Hierbei soll bei einem normalen Betrachtungswinkel kein Pixel als solcher mehr erkennbar sein. Warum also sollte man eine weitere Erhöhung anstreben?
Hinzu kommt ein weiteres Problem. Eine Verdoppelung der Pixelzahl ist ungewöhnlich. In der Regel wird diese dadurch vervierfacht und zwar dadurch, dass die Anzahl in der Breite und in der Höhe verdoppelt wird. Eine Verdoppelung der Pixelzahl würde bedeuten, dass Apple die Breite und die Höhe jeweils um den Faktor 1,5 erhöhen würde. Dies wiederum brächte allerdings erhebliche Probleme bei der Skalierung der Apps auf die neue Größe mit sich. Auch in Anbetracht der Tatsache das Apple erst im vergangenen Jahr die Auflösung beim iPhone durch die Einführung des 4"-Displays verändert hatte, spricht gegen eine erneute Änderung in diesem Bereich. Auch die Gerüchte der vergangenen Wochen besagten stets, dass Apple weiterhin dasselbe Display wie im iPhone 5 verbauen werde.
Als ebenso unwahrscheinlich erachte ich auch die weiteren Gerüchte, die von WeiPhone ins Spiel gebracht werden. Dort ist von einem schmaleren Rahmen und einer dünneren und leichteren Bauform die Rede, die sich zudem an das iPad mini anlehnen soll. Aus der Vergangenheit heraus ist jedoch eher zu erwarten, dass Apple das Gehäuse beim erwarteten iPhone 5S gegenüber seinem direkten Vorgänger höchstens marginal verändern wird. Die aus meiner Sicht einzig wahrscheinliche Information des Berichts ist demnach, dass das Gerät angeblich im September auf den Markt kommen soll.
Das iPhone 5S wird wohl (erst) in diesem Herbst auf den Markt kommen. Dies ist momentan zumindest der Stand der Dinge. Dennoch ist die Gerüchteküche zu dem neuen Gerät knapp vier Wochen vor der WWDC und der damit verbundenen Vorstellung von iOS 7 bereits in vollem Gange. Einen interessanten Gedankengang zu dem Thema hat Pablo Bendersky auf pablin.org (via iFun) dargelegt. So sieht es ganz danach aus, dass auch Apple inzwischen auf das von Intel populär gemachte "Tick-Tock-Modell" aufgesprungen ist. Beim Chip-Hersteller baut man komplett neue Architekturen inzwischen in den geraden Jahren, während man in den ungeraden Jahren Optimierungen an der aktuellsten Plattform vornimmt. Schaut man sich Apples Vorgehensweise der vergangenen Jahre an, kann man ein ähnliches Muster erkennen. Als Beispiel kann man dabei sowohl OS X (Leopard > Snow Leopard, Lion > Mountain Lion), als auch das iPhone (iPhone 3G > iPhone 3GS, iPhone 4 > iPhone 4S, iPhone 5 > ?) heranziehen. Und auch in Sachen iOS passt der Vergleich. Während iOS 3 und iOS 5 aus Anwendersicht jede Menge Neues zu bieten hatten, waren aus dieser Sicht iOS 4 und iOS 6 eher enttäschend. Auch wenn ich bereits dargelegt hatte, warum dem bei iOS 6 nicht unbedingt so sein muss.
Apple kaschiert dies jedoch mit einem cleveren Trick. So veröffentlicht man die iOS-Versionen mit großen Neuerungen für den Anwender ("Tick"-Versionen) stets gemeinsam mit den eher wenig modifizierten S-Versionen des iPhone ("Tock"-Modelle). Hierdurch hat Apple stets etwas Neues in der Schublade und riskiert kein "innovationsloses" Jahr. Folgerichtig wäre dieses Muster auch in diesem Jahr mit iOS 7 ("Tick"-Version) und das iPhone 5S ("Tock"-Modell) zu erwarten. Die Gerüchteküche spricht jedenfalls deutlich dafür. Dennoch bringt Apple auch mit jeder S-Version des iPhone eine mehr oder weniger große Neuerung, die auf eine spezielle Funktion der neuen iOS-Version aufsetzt. Was aber könnte dies in diesem Jahr sein?
"iPhone 5S: Neuer Home-Button im Tick-Tock-Zyklus?" vollständig lesen
Längst nicht allen Gerüchten die aus Fernost zu uns herüber schwappen sollte man Beachtung schenken. Der aktuelle Bericht der Zeitung Nikkan Kogyo Shimbun [Google Translation]
(via AppleInsider) at jedoch zumindest eine gewisse zeitliche Plausibilität und kann daher durchaus autentisch sein. Demnach soll Sharp im Juni mit der Displayproduktion für das iPhone 5S beginnen, welches dann im Herbst (vermutlich im September) auf den Markt kommen soll. Dies widerspricht zwar den angeblichen Informationen eines japanischen Mobilfunkbetreibers, wonach das Gerät bereits im Juli zu erwarten sei. Allerdings deutete in den vergangenen Wochen immer mehr auf den September hin. Zudem ist es unwahrscheinlich, dass ein Mobilfunkanbieter bereits jetzt über den Verkaufsstart des Geräts Bescheid weiß. Sharp ist einer von Apples Haupt-Display-Lieferanten. Allerdings sollen auch Aufträge an Japan Display und LG
Display gegangen sein, wo man angeblich bereits mit der Massenproduktion der Displays begonnen haben soll. Dies geht einher mit einem Bericht des Wall Street Journal, wonach die Produktion des Geräts im zweiten Quartal beginnen soll.
Angeblich soll das Gerät erstmals auch einen Fingerabdruckssensor besitzen. Dieser soll auch der Grund dafür sein, warum ein ursprünglich für den Sommer geplanter Verkaufsstart des Geräts nicht gehalten werden konnte. So soll Apple unter anderem Probleme im Zusammenspiel zwischen dem Sensor und der auf das Glas aufgetragenen weißen bzw. schwarzen Farbe haben.
Immer mehr Anzeichen deuten darauf hin, dass Apple in diesem Jahr sein iPhone-Portfolio um eine günstigere Variante erweitert, die sich dann wohl hauptsächlich an den asiatischen Markt richten soll. Bislang war man dabei von einer Preisspanne zwischen 200 und 300 US-Dollar ausgegangen. Nun kommen erste Gerüchte auf, wonach das Gerät doch teurer werden könnte als zunächst angenommen. Diese basieren in erster Linie darauf, dass man auch beim iPad mini zunächst von einem günstigeren Preis ausgegangen war, Apple dann bei seiner Ankündigung aber doch deutlich darüber lag und mit dem Gerät am oberen Ende der Preisskala für 7"-Tablets rangiert. Der Hauptgrund dürfte an dieser Stelle die von Apple angestrebte Gewinnmarge sein. Zudem hat man in der Vergangenheit schon des Öfteren zu Protokoll gegeben, dass Qualität eben seinen Preis hat. Und dies dürfte auch dann zutreffen, wenn Apple günstigere Werkstoffe für die Produktion des Geräts verwendet. Aus diesem Grund erwarten die Analysten von J.P. Morgan eher einen Preis zwischen 350 und 400 US-Dollar für das Einsteiger-iPhone. Dennoch soll Apple auch hiermit innerhalb des ersten Jahres einen Marktanteil von 20 bis 25 Prozent im aktuell von Samsung dominierten Marktsegment zwischen 200 und 500 US-Dollar erreichen.
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