Ja, ich betreibe einen Apple-Blog. Nein, ich springe nicht sofort auf alles an, was aus Cupertino stammt. Beispielsweise sind auf meinem iPhone sowohl iMessage als auch FaceTime standardmäßig deaktiviert. Insofern kann ich das Argument, dass vor allem iMessage dazu führen würde, dass die Nutzer im Apple-Universum bleiben und nicht zu Android wechseln nicht wirklich bestätigen. Da zählen für mich andere Dinge weitaus mehr. Dennoch soll die Bindung der Nutzer an die Apple-Plattform einer der Hauptgründe sein, warum iMessage nicht für Android angeboten wird, um auch dort mit Messengern wie WhatsApp, Telegram und Co. zu konkurrieren.
Dies geht zumindest aus den umfangreichen Dokumenten hervor, die momenten im Rahmen der gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen Apple und Epic Games ans Licht der Öffentlichkeit gelangen. Darin zu finden sind verschiedene Kommunikationen zwischen Apple-Managern, die sich über das Pro und Contra einer iMessage-Version für Android austauschen. Unter anderem schrieb dabei ein ehemaliger Mitarbeiter: "[...] the #1 most difficult [reason] to leave the Apple universe app is iMessage... iMessage amounts to serious lock-in". Im Endeffekt bringt es der ehemalige Marketing-Chef und heutige Apple Fellow Phil Schiller mit einem simplen Satz auf den Punkt: "Moving iMessage to Android will hurt us more than help us, this email illustrates why."
Epic führt iMessage übrigens als Beispiel an, wie Apple versuche, in verschiedenen Geschäftsbereichen seines Ökosystems ein Monopol aufzubauen. Nicht vergessen darf man dabei allerdings, dass es jedem Entwickler freisteht (und auch definitiv freistehen sollte), auf welchen Plattformen er seine Produkte anbietet. Zudem gibt es verschiedene Gegenbeispiele. So bietet Apple verschiedene Android-Apps im Google Play Store an, darunter Apple Music, Move to iOS und die Beats-App, mit der es möglich ist, Beats-Produkte mit Android-Geräten zu koppeln.
Okay, das ist mal kreativ. Eine der wenigen solcher Ideen, die bislang von Samsung stammten. So haben die Koreaner eine interaktive Webseite namens "iTest" ins Leben gerufen, über die man ausprobieren kann, wie sich das Android-Betriebssystem auf einem Samsung Galaxy-Smartphone nutzen lässt und anfühlt. Besucht man die Seite, fordert diese einen auf, eine entsprechende Web-App auf dem Homescreen zu installieren. Ist dies geschehen und startet man die Web-App, erscheint auf dem iPhone-Sceen ein simuliertes Galaxy-Smartphone inkl. verschiedenen Apps und Einstellmöglichkeiten. Man kann sogar den Galaxy Store öffnen, verschiedene Themes ausprobieren und sogar die Nachrichten- und Telefon-App ausprobieren. Am Telefon bekommt man dann in einem simulierten Anruf ein paar weiterführende Informationen zu speziellen Galaxy-Features.

Auch wenn hier auf meinem Blog wahrscheinlich wenn überhaupt nur sehr wenige mit einem Wechsel zu Samsung oder Android liebäugeln, verdient sich allein die Idee zu der iTest-Webseite eine Erwähnung. Darüber hinaus kann es nie schaden, einmal über den Tellerrand zu blicken. (via MacRumors)

Apple bereitet weiter spürbar den bevorstehenden Start von iOS/iPadOS 14.5 vor, bei dem eine der großen Neuerungen die zwingende Umsetzung der "App Tracking Transparency" sein wird. Nach der Erinnerung an die Entwickler, die ATT künftig auch in ihren Apps umzusetzen, wurde nun das "A Day in the Life of your Data" Dokument aktualisiert, in dem Apple darlegt, wie Apps mit den Nutzerdaten umgehen. Die Neuerungen befassen sich dabei vor allem damit, wie Entwickler und Werbetreibende auch künftig Methoden nutzen können, um die Effektivität ihrer Einblendungen zu messen. Dabei handelt es sich um Apples SKAdNetwork-Framework und das sogenannte"Private Click Measurement".
Über das SKAdNetwork-Framework kann so beispielsweise ermittelt werden, wie oft eine App installiert wurde nachdem hierzu ein Werbebanner eingeblendet wurde, ohne dass dabei persönliche Daten der Nutzer geteilt werden müssten. "Private Click Measurement" hingegen erlaubt das Messen der Reichweite von Werbebannern, die auf Webseiten führen. Auch hier wird der Zugriff auf die persönlichen Daten der Nutzer auf ein Minimum reduziert. "Private Click Measurement" wird mit iOS 14.5 und iPadOS 14.5 zur Verfügung stehen, das in den kommenden Tagen erwartet wird.
Am späten Abend macht ein Bericht zum kommenden iOS/iPadOS 15 die Runde, der allerdings von den US-Kollegen größtenteils mit Skepsis aufgenommen wird. Er stammt von den französischen Kollegen von iPhoneSoft, die eine eher gemischte Trefferquote in der Vergangenheit hatten. Sei es drum, der Vollständigkeit halber sollen die Gerüchte auch hier kurz erwähnt und zumindest zur Diskussion gestellt werden. Zur Erinnerung: iOS/iPadOS 15 dürfte erstmals Anfang Juni auf der Entwicklerkonferenz WWDC präsentiert werden und bislang sind noch keine, aber noch gar keine Gerüchte hierzu in Umlauf. Dies ändert sich nun mit dem angesprochenen Bericht.
Demzufolge soll Apple an einem überarbeiteten Kontrollzentrum für das iPhone und das iPad arbeiten, welches Anleihen beim macOS-Pendant nehmen soll, das Apple im vergangenen Jahr mit Big Sur eingeführt hatte. Es soll kompakter und in der Optik klarer werden. Letzteres könnte ein wenig Hand in Hand mit dem Gerücht gehen, dass Apple eine neue Designsprache für seine Icons einführen könnte.
Als weitere Neuerung bringen die Kollegen eine neue API ins Spiel, die eine Entsperrung des Geräts durch eine Kombination aus Touch ID und Face ID möglich macht. Wohlgemerkt sollen dabei beide Methoden gemeinsam genutzt werden, was eine Extraportion an Sicherheit bedeuten würde. Selbstverständlich wäre dies nur bei einem Gerät möglich, welches auch beide biometrischen Erkennungsmtehoden anbietet. Genau dies wird immer mal wieder für das im Herbst erwartete iPhone 13 erwartet. Allerdings ist noch gar nicht ganz klar, ob dies auch wirklich so kommen wird. Die API würde dann auch Entwicklern zur Verfügung stehen, um sie in ihren Apps zu nutzen.
Weiter berichten die Kollegen von den folgenden Neuerungen, die Apple auf der WWDC und später im Jahr präsentieren soll:
- AirTags Support: Während allgemein noch auf die AirTags mit iOS 14.5 gehofft wird, gehen die Kollegen von einer Vorstellung im Herbst aus.
- Face ID am Mac: Hierüber wird schon länger spekuliert, allerdings berichteten die weitaus besser informierten Kollegen von Bloomberg erst kürzlich, dass die Technologie hier noch nicht reif für eine Einführung sei.
- 1 TB Speicheroption beim iPhone 13: Dies ist wohl das wahrscheinlichste Gerücht und wurde auch bereits in den vergangenen Wochen gehandelt.
Auch ich möchte mich den US-Kollegen an dieser Stelle anschließen und darauf hinweisen, dass alle oben genannten Gerüchte mit einer gewissen Portion Skepsis gesehen werden sollten.
Mit der Veröffentlichung der inzwischen siebten Beta von iOS/iPadOS 14.5 am heutigen Abend nähern wir uns einen weiteren Schritt der finalen Version des Updates, die noch für den laufenden Monat erwartet wird. Möglicherweise legt Apple die Veröffentlichung auf denselben Tag, an dem auch die schon länger erwarteten Gegenstands-Tracker namens AirTags vorgestellt werden. Zumindest bereitet Apple dies zunehmend deutlicher vor. So wurde heute per Pressemitteilung bekanntgegeben, dass man ein Zubehörprogramm für das "Wo ist?" Netzwerk ins Leben ruft, durch dass künftig auch andere Gegenstände als Apple-Produkte über die "Find My" App geortet werden können.

Zum Start werden dabei gleich mit Belkin, Chipolo und VanMoof direkt drei Hersteller mit an Bord sein, von denen ab der kommenden Woche entsprechend ausgerüstete Produkte erhältlich sein sollen. Hierzu gehören mit dem S3 und dem X3 die neuesten E-Bikes von VanMoof, Belkins Soundform Freedom True Wireless Earbuds und die Chipolo ONE Spot Gegenstandsfinder. Weitere Hersteller sollen sich laut Apple in Kürze hinzugesellen.
"Seit mehr als einem Jahrzehnt verlassen sich unsere Kunden auf „Wo ist?“, um ihre vermissten oder gestohlenen Apple Geräte zu lokalisieren und das mit einem Höchstmaß an Schutz der Privatsphäre. Jetzt erhalten noch mehr Menschen die leistungsstarken Suchfunktionen von „Wo ist?“, einem unserer beliebtesten Services, durch das Zubehörprogramm für das „Wo ist?“ Netzwerk. Wir sind begeistert, dass Belkin, Chipolo und VanMoof als erste diese Technologie nutzen und können es kaum erwarten zu sehen, was andere Partner auf den Markt bringen."
Wie gewohnt macht Apple den Herstellern strenge Auflagen, die erfüllt werden müssen, wenn sie an dem Programm teilnehmen wollen. Diese betreffen vor allem die Datenschutz-Aspekte des "Wo ist?" Netzwerks.

Wie bereits aus den Betas von iOS 14.5 bekannt, werden die kompatiblen Produkte im "Objekte"-Tab in der "Wo ist" App auftauchen und im Handel mit einem "Works with Apple Find My" Label gekennzeichnet. Auf Apple-Seite wird mindestens iOS 14.3 oder macOS Big Sur 11.1 benötigt. Ist dies gegeben, kann man seine kompatiblen Geräte mit der "Wo ist?" App auf einer Karte lokalisieren, einen Ton abspielen, um den Standort zu bestimmen, es in den Modus "Verloren" versetzen, um es sofort zu sperren und eine Nachricht mit einer Kontaktnummer auf dem Bildschirm anzeigen lassen. Außerdem kann man das Gerät per Fernzugriff löschen, falls es in falsche Hände geraten ist.

Darüber hinaus hat Apple auch vorläufige Spezifikationen für Chipset-Hersteller veröffentlicht, deren finale Version noch in diesem Frühjahr verabschiedet werden sollen. Hiermit werden Hersteller, die an Apples Zubehörprogramm für das "Wo ist?" Netzwerk teilnehmen in die Lage versetzt, auch von der Ultrabreitband-Technologie von mit einem U1-Chip ausgestatteten Apple-Geräten zu profitieren, zu denen unter anderem das iPhone 11 und das iPhone 12 gehören. Diese Technologie sorgt unter anderem für eine präzisere und richtungsgenauere Ortung von Geräten.
Frei nach dem Motto nach dem Update ist vor dem Update, läuft inzwischen schon wieder die nächste Betaphase für Apples Betriebssysteme, die heute Abend in eine neue Runde geht. So stehen für registrierte Entwickler seit heute Abend neue Vorabversionen von iOS und iPadOS 14.5 bereit. Die neuen Betas können OTA geladen, sofern sich ein Beta-Konfigurationsprofil auf dem jeweiligen Gerät befindet. Highlight in iOS/iPadOS 14.5 dürfte die neue Entsperrmöglichkeit des iPhone mit einer Apple Watch sein. Hierfür benötigt Face ID dann nur noch einen teilweisen Scan des Gesichts, beispielsweise wenn man eine Maske trägt. Ist dies geschehen, gibt die Watch ein haptisches Feedback und zeigt eine kurze Benachrichtigung an. Ganz ähnlich also wie dies auch beim Entsperren eines Macs mit der Apple Watch geschieht. Damit man die Funktion nutzen kann, muss sie zunächst in den Einstellungen aktiviert werden. Während Authorisierungen für Einkäufe im AppStore oder für Apple Pay auf diese Weise nicht vorgenommen werden können, besteht aber immerhin die Möglichkeit, das iPhone von der Apple Watch aus auch wieder zu sperren.
Neben diesem Highlight bringt iOS/iPadOS 14.5 noch die folgenden, ebenfalls willkommenen Neuerungen mit:
- 5G im Dual-SIM Betrieb beim iPhone 12
- Unterstützung für die neuesten Xbox- und Playstation-Controller
- Scribble auf Deutsch auf dem iPad
- AirPlay 2 Unterstützung für Apple Fitness+
- Option, Siri zu bitten, einen Notruf abzusetzen
- Familien-Option für die Apple Card
- UI-Änderungen in der Podcasts-App
- UI-Änderungen in der Apple-News-App
- kleinere UI-Änderungen in den Einstellungen
- Erinnerungen können sortiert und gedruckt werden
- Zustimmung oder Ablehnung des Nutzer-Trackings
- Horizontaler Bootscreen auf dem iPad
Noch ist unklar, wann Apple die finale Version der Updates für alle Nutzer veröffentlichen wird. Neben den neuen Betas für iOS/iPadOS 14.5 stehen auch die zugehörigen neuen Vorabversionen von tvOS 14.5 und watchOS 7.4 zum Download bereit.
Bislang ist noch nicht viel bekanntgeworden zu iOS 15, welches Apple wohl auch in diesem Jahr wieder auf der jüngst angekündigten Entwicklerkonferenz WWDC erstmals der Weltöffentlichkeit präsentieren wird. Inzwischen gibt es allerdings zarte Spekulationen, dass Apple eine neue Designsprache für seine eigenen Apps mit dem kommenden Update einführen könnte. Basis für diese Spekulationen sind zwei App-Icons, die Apple jüngst in eine ähnliche Richtung verändert hat. So wurde aktuell die "Apple Music for Artists" App mit ein paar kleineren Fehlerbehebungen aktualisiert, was eigentlich nicht weiter erwähnenswert wäre. Allerdings erhielt die App dabei auch ein neues Icon, welches unten in einer Gegenüberstellung mit dem alten Icon von den Kollegen von MacRumors zu sehen ist.

Das Icon präsentiert sich nun deutlich aufgeräumter und schlichter als zuvor, hat eine leichte 3D-Optik und besitzt einen Rahmen außen herum. Interessanterweise hat Apple erst vor wenigen Monaten auch das Icon der "AppStore Connect" App in eine ganz ähnliche Richtung verändert, wie ebenfalls unten in einer Gegenüberstellung zu sehen. Auch hier fallen das schlichtere Design, die 3D-Optik und der Rahmen auf.

Die beiden ?Apps haben natürlich keine besonders große Reichweite, könnten aber gerade deswegen von Apple als Testballon für eine neue Designsprache genutzt werden. Allerdings ist all dies natürlich momentan reine Spekulation, die allerdings inzwischen auch durchaus lebhaft auf Reddit geführt wird. Anfang Juni wissen wir dann spätestens mehr.
Die letzten offiziellen Zahlen von Apple zur Verbreitung von iOS/iPadOS 14 stammen aus dem Februar. Seinerzeit lag diese bei 86% über sämtliche Geräte aus den vergangenen vier Jahren gesehen. Aktuellen Zahlen der AppStore-Analysten von Mixpanel zufolge, wurde inzwischen die Marke von 90% überschritten. Die Zahlen sind natürlich nicht mit Apples offiziellen Zahlen vergleichbar, da sie auf der Nutzung eines Frameworks von Mixpanel basieren, dennoch dürften sie einen guten Anhaltspunkt geben, wie die tatsächliche Verbreitung von iOS 14 aktuell aussieht. Damit erweist sich das aktuellste Betriebssystem für iPhone und iPad auch weiterhin als durchaus beliebt. In Kürze steht die Veröffentlichung von iOS 14.5 an, das noch einmal einen ganzen Schwung neuer Funktionen mitbringen wird.
