Die überraschend guten Zahlen von Apple während der Corona-Krise beschäftigen weiter die Analysten. Nachdem gestern bereits vermeldet wurde, dass die Verkäufe des MacBook im dritten Quartal des Jahres um 20% gestiegen sein sollen, legen nun die Marktbeobachter von Gartner nach und berichten, dass sich auch das iPhone in diesen schwierigen Zeiten ausgezeichnet schlägt. Während der gesamte Smartphone-Markt um 20% einbrach, legte das iPhone ein im Rahmen der Umstände mehr als ordentliches Quartal hin und musste lediglich einen minimalen Rückgang um 0,4% im Jahresvergleich hinnehmen, wie Gartner ermittelt hat. Apple selbst hatte einen leichten Umsatzwachstum von 1.6% gegenüber dem Vorjahresquartal vermeldet, was hierzu passen würde.
Zum Vegrleich: Während Samsung nach wie vor weltweit die meisten Smartphones verkaufte, gingen die Absätze dort um 27% im Jahresvergleich zurück. Beim zweitplatzierten Huawei belief sich der Rückgang auf 6,8%, beim viertplatzierten Xiaomi waren es 21,5% und beim fünftplatzierten Oppo 15,9%. Insofern performte das iPhone auf Platz drei mit Abstand am besten in den Top 5 der größten Smartphone-Hersteller der Welt. Mit 38 Millionen verkauften Geräten konnte sich Apple auf diese Weise 13% des globalen Smartphonemarkts sichern. Vor allem das iPhone SE und die verbesserten Zahlen in China sollen zu Apples starkem Ergebnis beigetragen haben.

Laut Apple wird die neue iPhone-Generation in diesem Jahr "ein paar Wochen später" als gewohnt auf den Markt kommen. Dennoch nähern wir uns langsam aber sicher der Vorstellung der neuen Geräte und damit auch deren Markteinführung. Zeit also, die Lager mit den aktuellen Modellen zu leeren. Dies denkt sich aktuell vermutlich auch Amazon und reduziert sämtliche Modelle des iPhone 11 Pro im Preis. Teilweise kann man dabei sogar über € 200,- sparen, wenn man aktuell nicht auf das in Kürze anstehende iPhone 12 schielt. Der folgende Link führt zur Landingpage der iPhone-Aktion bei Amazon: iPhone 11 Pro und iPhone 11 Pro Max bei Amazon

In den letzten Tagen ist es ein wenig ruhiger um den bekannten Leaker Jon Prosser geworden. Nun meldet er sich jedoch mit einem Paukenschlag zurück und veröffentlicht auf seinem Twitter-Account ein paar Screenshots, die angeblich von einem PVT-Modell (Production Validation Test) des erwarteten 6,7" iPhone 12 Pro Max stammen sollen. Darauf zu sehen sind die Einstellungen des Geräts, in denen offenbar ein Schalter existiert, mit dem sich ein LiDAR-Sensor für "assisted auto focus and subject detection for Video and Night Mode" aktivieren lässt. Zwei weitere Schalter sind mit "Enable High Refresh Rate" und "Enable Adaptive Refresh Rate" beschriftet, was darauf hindeuten könnte, dass das Gerät zudem über ein 120Hz Display verfügen wird.

Entsprechende Gerüchte zu letzterem Bauteil gab es zuletzt immer wieder, auch wenn es dabei hieß, gerade dieses High-Performance Display für Verzögerungen sorgen könnte. Ebenso gab es unterschiedlich lautende Meldungen zu einem möglichen LiDAR-Scanner in den Pro-Modellen des iPhone 12, wie ihn Apple auch bereits im aktuellen iPad Pro verbaut.

Allerdings gibt es auch bereits Grund zur Skepsis bei den veröffentlichten Screenshots. Diese stammen vor allem von den ungewöhnlichen Schreibweisen mancher Wörter. Auf einem Screenshot ist beispielsweise das Wort "behaviour" in der britischen Schreibweise zu sehen, die Apple normalerweise nicht verwendet. Zudem passen auch die Schreibweisen von "Hz" und "Zoom Capabilities" nicht so recht und statt "Slow Mo" schreibt Apple normalerweise "Slo Mo". Prosser hat als "Gegenbeweis" das folgende Video veröffentlicht, auf dem das Gerät von dem die Screenshots stammen zu sehen sein soll.
YouTube Direktlink
Auch die Kollegen von EverythingApplePro haben inzwischen Screenshots veröffentlicht. Darauf zu sehen ist interssanterweise auch der Zusatz "AM" neben der Uhrzeit. Möglicherweise führt Apple dies aufgrund des zusätzlichen Platzes auf beiden Seiten des Notchs durch das größere Display ein. Laut EverythingApplePro soll das 6,7" iPhone? 12 Pro Max eine Auflösung von 2.788 x 1.284 Pixeln bei 458 ppi besitzen.
Die im iPhone 12 steckenden Komponenten für die Verbindung in 5G-Mobilfunknetze kommen Apple durchaus teuer zu stehen. So hat der bekannte Apple-Analyst Ming-Chi Kuo errechnet, dass die Kosten für die Sub-6GHz 5G Technologie die Produktionskosten des iPhone 12 gegenüber dem iPhone 11 um 75,- bis 85,- US-Dollar ansteigen lassen würden. Bei der Millimeter-Wave-Technologie sollen es sogar 125,- bis 135,- Dollar sein. Aus diesem Grund soll Apple nicht nur die Dreingabe der EarPods-Kopfhörer und des Netzteils beim iPhone 12 gestrichen haben, man versucht offenbar auch bei anderen Komponenten Kosten zu sparen.
Während man bereits bei verschiedenen Zulieferern vorstelleg geworden ist, um deren Marge zu drücken, soll vor allem der Akku eine Komponente sein, die im Fokus der Kosteneinsparungen steht. Angeblich soll das im ?iPhone 12? zum Einsatz kommende Akkuboard um 40% bis 50% günstiger sein als das im iPhone 11 verbaute. Allerdings soll die Komponente aufgrund ihres eher geringen Werts nur einen kleinen Beitrag bei den Einsparungen leisten können. Beim erwarteten iPhone 12s soll Apple hier aber immerhin noch einmal 30% bis 40% gegenüber dem iPhone 12? einsparen können.
Auch für die durch die Corona-Pandemie ohnehin schon gebeutelten Zulieferer dürften sich damit harte Zeiten anbahnen. Auch bei den AirPods sollen nämlich Einsparungen folgen. So sollen die verschiedenen Platinen in den ?AirPods? 2 um 25% bis 35% günstiger werden als bei der Produktion in der ersten Jahreshälfte 2020. Im kommenden Jahr, wenn die AirPods? 3 in der ersten Hälfte erwartet werden, soll Apple dem Bericht, der den Kollegen von MacRumors vorliegt, die Schrauben noch weiter anziehen.
Nicht erst seit dem jüngsten Wirtschaftsstreit zwischen den USA und China versucht Apple, sich etwas mehr vom Reich der Mitte zu lösen und die bislang beinahe ausschließlich dort platzierten Produktionskapazitäten für die eigenen Produkte in andere Regionen zu verlagern. Eines der Länder, die dabei im Fokus stehen, ist Indien. Wie der Business Standard nun berichtet, sollen dort die ersten iPhone 12 Modelle Mitte kommenden Jahres vom Band rollen. Apples Fertigungspartner Wistron hat demnach bereits mit der Testproduktion von Geräten in seiner Fabrik in Bengaluru begonnen und soll für die iPhone-Produktion dort bis zu 10.000 neue Arbeitsplätze schaffen.
Während Apple bereits verschiedene iPhone-Modelle in geringer Stückzahl in Indien fertigen lässt, wäre das iPhone 12 das erste High-End-Modell, welches im bevölkerungsreichsten Land der Erde endmontiert wird.
Wie sehen in der Corona-Krise Apples Pläne für den traditionell betriebsamen Herbst aus? Diese Frage beschäftigt aktuell gleichermaßen Analysten wie Experten, Beobachter und interessierte Nutzer. Apple selbst hatte bereits angekündigt, dass sich die neuen iPhones in diesem Jahr etwas verspäten würden, ohne dabei ins Detail zu gehen. Nun hat sich der bekannte Leaker Jon Prosser zu Wort gemeldet und berichtet, dass Apples diesjähriges iPhone-Event nicht im gewohnten September, sondern im Oktober stattfinden wird, konkret in der 42. KW, die mit dem 12. Oktober beginnt. Vorbestellungen wird Apple dann wohl ab dem 16. Oktober entgegennehmen, mit dem offiziellen Verkauf und der Auslieferung eine Woche später am 23. Oktober beginnen. Allerdings glaubt auch Prosser an einen gestaffelten Start der neuen Geräte. So sollen die iPhone 12 Modelle eben ab dem 23. Oktober erhältlich sein, die Pro-Modelle aber erst irgendwann im November.
Nicht von einer betroffen sein sollen hingegen die Apple Watch Series 6 und ein neues iPad, welches Apple laut Prosser in der 37. KW, die mit dem 07. September beginnt per Pressemitteilung eingeführt werden.
Schon aus den offiziellen Quartalszahlen ging hervor, dass Apple im zurückliegenden Quartal eine überraschend gute Performance hingelegt hat. Vor allem das iPhone verkaufte sich wie geschnitten Brot. Während Apple selbst allerdings keine Stückzahlen mehr bekanntgibt, übernehmen dies aktuell die Analysten von Canalys für uns. Auch aus diesen Zahlen für den US-Smartphonemarkt geht hervor, dass Apple offenbar der große Gewinner in der Corona-Krise ist. Während der gesamte Smartphone-Markt in den USA im zweiten Quartal um 5% rückläufig war, konnte Apple mit seinem iPhone im Jahresvergleich sogar um 10% zulegen. Insgesamt soll Apple 15 Millionen iPhones verkauft haben, was einem neuen Rekord entspräche. Dank der herausragenden Zahlen des iPhone 11 und des neuen iPhone SE kommt Apple in den USA laut Canalys inzwischen auf einen Marktanteil von knapp 50%.

So gut wie alle Beobachter und Experten sind sich darüber einig, dass alle vier der für den Herbst erwarteten neuen iPhone Modelle mit Modemchips ausgestattet sein werden, die eine Verbindiung zu 5G-Mobilfunknetzen herstellen können. Die Analysten von Wedbush Securities (via Business Insider) glauben allerdings, dass dies noch nicht das Ende der iPhone 12 Fahnenstange ist und Apple Anfang 2021 noch ein weiteres, günstigeres iPhone 12 nachlegen wird, welches dann allerdings nur 4G-Konnektivität bereitstellt.
Ursprünglich gingen die Analysten von Wedbush sogar davon aus, dass Apple im Hebrst bereits einen Mix aus 4G- und 5G-Modellen vorstellen wird. Nach einem Check der Zuliefererkette glaubt man dort inzwischen aber auch an reine 5G ?iPhone 12? im Herbst. Gefolgt von einem 4G-Modell im kommenden Frühjahr.
Während das 4G-Thema aktuell eher in Richtung Spekulation verschoben werden kann, liefern die Analysten aber auch noch eine interessante Information zur Preisgestaltung des iPhone 12 in diesem Herbst. So geht man bei Wedbush nicht davon aus, dass die Preise gegenüber dem iPhone 11 steigen werden. Und das trotz der neu hinzugefügtn Funktionen.
Sollte Apple an seinem aus den vergangenen Jahren gewohnten Zeitplan festhalten und das iPhone-Event erneut im September veranstalten, dauert es nicht mehr lange, bis wir endlich auch offizielle Informationen erhalten.