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Update steht bereit: Apple schließt mit iOS 12.5.5 die Pegasus-Sicherheitslücke auf älteren Geräten

Vor einigen Wochen machte die Pegasus-Software Schlagzeilen, über die sich ein Angreifer über Sicherheitslücken in Apple Music und iMessage Zugriff auf ein iPhone verschaffen konnte. Neben verschiedenen internationalen Behörden und Regierungen hat sich offenbar auch der Bundesnachrichtendienst eine Pegasus-Lizenz besorgt. Apple schloss die über die Spyware genutzt Sicherheitslücken inzwischen in den aktuellen Betriebssystemversionen ab iOS 14.8. Am heutigen Abend legt man noch einmal mit einem weiteren Sicherheitsupdate für ältere Geräte nach, auf denen iOS 14 und iOS 15 nicht installiert werden kann. So behebt das Update auf iOS 12.5.5 die Pegasus-Lücke nun auch auf dem iPhone 5s, dem iPhone 6, iPhone 6 Plus, iPod touch der sechsten Generation, dem ursprünglichen iPad Air und den iPad minis 2 und 3. Solltet ihr ein solches Gerät noch im Einsatz haben, ist ein schnelles Update dringend empfohlen.

 

Geplante Kinderporno-Scans als Grund? Erste Zahlen zeigen: iOS 15 verbreitet sich langsamer als iOS 14

Seit Montagabend steht die finale Version von iOS 15 für alle Nutzer eines unterstützten Geräts zur Verfügung. Wenige Tage danach lässt sich nun ein erster Trend erkennen, was die Verbreitung der aktuellsten Version von Apples mobilem Betriebssystem betrifft. Wie die Analysten von Mixpanel ermittelten, verbreitet sich iOS 15 offenbar langsamer als iOS 14 im vergangenen Jahr. So waren bis gestern Mittag ca. 8,5% der iOS-Nutzer auf Version 15 umgestiegen, während es im vergangenen Jahr bei iOS 14 nach demselben Zeitraum mit ca 14,5% deutlich mehr waren. Dabei muss festgehalten werden, dass die Mixpanel-Zahlen auf Webseitenaufrufen und der Nutzung des hauseigenen Analyse-SDKs beruhen und nicht von Apple selbst stammen. Allerdings hat die Vergangenheit gezeigt, dass die Zahlen durchaus nahe an der Realität liegen.

Für den Moment ist es zwar reine Spekulation aber es kann durchaus sein, dass Apples ursprüngliche Pläne, mit iOS 15 neue Kinderschutzfunktionen einzuführen, zu denen unter anderem das Scannen der Foto-Mediatheken der Nutzer auf kinderpornografische Inhalte gehören sollte, einige Nutzer vom Update abhielten. Hierzu muss allerdings festgehalten werden, dass Apple die Pläne aktuell bis auf weiteres auf Eis gelegt hat und die Funktion zunächst auch ausschließlich in den USA eingeführt werden sollte. Zudem ist es seit diesem Jahr auch erstmals möglich, bewusst auf einer älteren iOS-Version zu verharren und dennoch auch weiterhin Sicherheitsaktualisierungen von Apple zu erhalten.

iOS 15: Apple entfernt beliebte "Bitte nicht stören"-Funktion

Mit iOS 15 hat Apple eine neue Funktion namens "Fokus" eingeführt, die vor allem der digitalen Gesundheit und dazu dienen soll, dass man in bestimmten Situationen nicht von eingehenden Nachrichten oder Anrufen auf dem iPhone gestört wird. Ich persönlich nutze die Funktion lediglich nachts, wenn ich nicht möchte, dass ich von eingehenden Nachrichten geweckt werde, dennoch aber im Notfall telefonisch für Kontakte in meiner Favoritenliste erreichbar bin. Allerdings lassen sich auch spezifischere Einstellungen für verschiedene Situationen in "Fokus" konfigurieren.

Die neue Funktion erweitert damit die "Bitte nicht stören" Funktion, die bis iOS 14 vorhanden war. Damit einher geht allerdings auch der Wegfall einer bei vielen Nutzern beliebten Funktion, die nun nicht mehr vorhanden ist. So war es unter dem alten "Bitte nicht stören" möglich zu konfigurieren, dass man entweder überhaupt keine Hinweise auf eingehende Nachrichten oder Anrufe erhalten möchte oder nur dann, wenn das iPhone gesperrt ist. Dies bedeutet, dass man Benachrichtigungen erhält, wenn man das Telefon ohnehin gerade nutzt und ist daher durchaus praktisch gewesen.

Auf Reddit mehren sich inzwischen enttäuschte Stimmen zu dem Wegfall, zumal Apple keine equivalente Funktion in "Fokus" anbietet. Aus Cupertino gibt es bislang keine Stellungnahme hierzu. Es ist aber natürlich nicht ausgeschlossen, dass die Funktion mit einem kommenden Update für iOS 15 zurückkehren wird.

Vorerst nur in den USA: iOS 15.1 erlaubt das Hinterlegen von Impfzertifikation in der Health-App

Manchmal geschehen schon witzige Zufälle. Erst gestern hatte mich einer meiner Leser angeschrieben und gefragt, ob es mit iOS 15 nun auch möglich sein würde, sein COVID-19 Impfzertifikat auch in Apples Health-App abzulegen. Dies musste ich verneinen, da die meisten Neuerungen im Zusammenhang mit der Health-App vor allem für Nutzer in den USA relevant sind. Dies gilt grundsätzlich auch für die Neuerung, die Apple mit dem inzwischen im Betastadium befindlichen iOS 15.1 einführen wird. Darin steckt nun nämlich tatsächlich eine Funktion, über die sich ein COVID-19 Impfzertifikat in der Health-App hinterlegen und von dort auch in die Wallet-App verfrachten lässt.

Apple beschreibt die neue Funktion auch in einem Hinweis für Entwickler. Die erzeugten Nachweise basieren auf der SMART Health Cards Spezifikation, die allerdings vorrangig in den USA und dort unter anderem in Kalifornien zum Einsatz kommt. Ob die Möglichkeit irgendwann auch hierzulande angeboten wird, ist derzeit noch unklar.

iPhone 13 Pro: Apple reicht weitere Einstellungen für die Makro-Fotografie nach

Die iPhone 13 Modelle bringen vor allem größere Verbesserungen am Kamerasystem mit. Unter anderem werden dabei das iPhone 13 Pro und das iPhone 13 Pro Max in der Lage sein, Makro-Fotos aufzunehmen. Hierzu wechselt das Kamerasystem automatisch auf das Ultraweitwinkelobjektiv, wenn sich das Objekt im Sucher näher als 15 cm vor der Linse befindet. Der Kollege Raymond Wong von Input Mag demonstiriert dies in dem unten eingebetteten Video. Allerdings stellte Wong auch fest, dass es Situationen gibt, in denen sich das iPhone nicht so recht entscheiden kann, welches Objektiv es nutzen soll, so dass es permanent zwischen dem einen und dem anderen hin und her wechselt. Er wendete sich damit an Apple und bekam die Information, dass der automatische Wechsel gewollt sei, da man es dem Nutzer so einfach wie möglich machen möchte, Makro-Fotos zu knipsen.



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Allerdings räumte man auch ein, dass dies nicht die richtige Option für jeden Nutzer sei und bestätigte gegenüber Wong, dass man eine Einstellung zum Deaktivieren des automatischen Objektivwechsels mit einem künftigen iOS-Update einführen wird.

"A new setting will be added in a software update this fall to turn off automatic camera switching when shooting at close distances for macro photography and video."

Erste Beta von iOS/iPadOS 15.1 aktiviert SharePlay wieder

Während Apple auf der WWDC die neue Funktion "SharePlay" als eine der großen Neuerungen für seine Betriebssysteme vorgestellt hatte, kündigte man nach der Freigabe der sechsten Beta von iOS 15 an, dass die Funktion in den folgenden Betas deaktiviert sei und auch nicht zum Start der gestern Abend für alle Nutzer freigegebenen finalen Versionen zur Verfügung stehen würde. Stattdessen sollte SharePlay, mit dem Nutzer ihren Bildschirm mit anderen teilen, gemeinsam Filme schauen, Fitness-Workouts absolvieren oder Musik hören können, in einem späteren Update nachgereicht werden. Wie es aussieht, wird es sich dabei um iOS 15.1, iPadOS 15.1 und tvOS 15.1 handeln, von denen Apple am heutigen Abend die ersten Betas an registrierte Entwickler verteilt hat. Darin ist SharePlay nun wieder enthalten und kann weiter getestet werden. Vermutlich wird der Start dann mit der Veröffentlichung von macOS Monterey im kommenden Monat erfolgen. Auch Monterey wird laut Apple SharePlay unterstützen.

iOS 15 verbessert Sicherheit von Face ID und enthält Sicherheitslücke im Lockscreen

Ohne dies vorher groß angekündigt zu haben, hat Apple mit dem gestern Abend veröffentlichten iOS 15 auch verschiedene Verbesserungen für Face ID eingeführt. Dem Beipackzettel des Updates ist zu entnehmen, dass vor allem der Schutz vor einem Austricksen der Gesichtserkennung verbessert wurde. Wie aus einem zugehörigen Support Dokument hervorgeht, ist es mit iOS 15 nun deutlich schwieriger, Face ID mit einem 3D-Modell eines Kopfes auszutricksen. So gelng es dem Sicherheitsforscher Wish Wu vom Ant Financial Light-Year Security Lab, sich mit einem solchen Modell Zugang zu verschiedenen iPhones zu verschaffen. Auch wenn ein solcher Angriff natürlich eher theoretischer Natur ist, zeigt er, dass man bei einem Update nicht nur auf die neuen Funktionen achten sollte, sondern vor allem auch auf die Sicherheitsverbesserungen. Mit iOS 15 führt Apple Sicherheitsverbesserungen zudem auch für CoreML, die Neural Engine, die Speicherverwaltung und weitere Bereiche ein, durch die ein Angreifer Schadcode auf das Gerät schleusen und sich hierdurch Zugriff auf selbiges verschaffen kann.

Allerdings wurde inzwischen auch schon eine neue Schwachstelle entdeckt, die in iOS 15 enthalten ist. Wie der Sicherheitsforscher Jose Rodriguez herausfand, kann die PIN-Sperre eines iPhone durch eine eine Kombination verschiedener Tools umgangen werden, um sich Zugriff auf die Notizen-App zu verschaffen. Dies funktioniert nicht nur unter iOS 15, sondern auch unter iOS 14.8. Der Angriff funktioniert indem man Siri auf einem gesperrten iPhone bittet, VoiceOver zu aktivieren und eine neue Notiz über das Kontrollzentrum zu erstellen. Hier erscheint dann eine neue, leere Notiz. Nach ein bisschen Herumspielen mit dem Kontrollzentrum und der Stoppuhr-Funktion gelingt schließlich der Zugriff auf die komplette Notizen-Datenbank. Auch hier ist der Angriff allerdings eher theoretischer Natur, da gleich mehrere Voraussetzungen erfüllt sein müssen. So benötigt der Angreifer zunächst Zugriff auf das iPhone, dann müssen darauf auch Siri und der Zugriff auf das Kontrollzentrum aus dem Lockscreen aktiviert sein. Darin wiederum müssen dann auch noch der Zugriff auf die Notizen und die Uhr aktiviert sein. Dennoch ist davon auszugehen, dass Apple die Lücke mit einem kommenden iOS-Update schließen wird.



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Apple veröffentlicht erste Betas von iOS/iPadOS 15.1, tvOS 15.1 und watchOS 8.1

Frei nach dem Motto nach dem Update ist vor dem Update, läuft inzwischen schon wieder die nächste Betaphase für Apples Betriebssysteme. Nur einen Tag nach der gestrigen Veröffentlichung der finalen Versionen von iOS/iPadOS 15, tvOS 15 und watchOS 8 hat Apple am heutigen Abend bereits die ersten Betaversionen von iOS/iPadOS 15.1, tvOS 15.1 und watchOS 8.1 eingeläutet. Die neuen Vorabversionen können von allen registrierten Entwicklern geladen werden. Noch ist unklar, welche neuen Funktionen sich in den neuen Versionen befinden und wann Apple die finale Version dieser Updates für alle Nutzer veröffentlichen wird. Allerdings fehlten in den gestrigen Updates noch Funktionen, die Apple auf der WWDC eigentlich dafür angekündigt hatte. Hierzu gehören beispielsweise SharePlay, das digitale Vermächtnis in iCloud oder auch die Unterstützung von ProRes für die iPhone 13 Pro Modelle.

Ebenfalls zur Verfügung steht auch die inzwischen siebte Beta von macOS Monterey, welches Apple vermutlich im kommenden Monat in seiner finalen Version für alle Nutzer veröffentlichen wird.

Hinweis: Wer am Freitag bereits auf das iPhone 13 wartet und darauf ein Backup von einem aktuellen iPhone einspielen möchte, sollte vorerst auf die Installation von iOS 15.1 verzichten. Da nicht klar ist, ob es die erste Beta von iOS 15.1 auch direkt für das iPhone 13 geben wird, lässt sich ein Backup, welches unter dieser Version erstellt wurde, möglicherweise nicht einspielen.