Das in inzwischen im Betatest befindliche iOS/iPadOS 14.5 dürfte nicht nur das funktional bisher größte Update für iOS/iPadOS 14 werden, es steht auch komplett im Zeichen des Datenschutzes. Über die Anti-Tracking-Abfragen, gegen die vor allem Facebook und Google bereits öffentlich Sturm gelaufen sind, wurde bereits hinlänglich diskutiert. Doch auch an anderer Stelle wird Apple das Thema Datenschutz verbessern. Safari bietet unter iOS und iPadOS schon länger die Möglichkeit, Webseiten auf ihre Sicherheit prüfen zu lassen. Hierzu muss man in den Einstellungen des Browsers die Option "Betrugswarnung" aktivieren. Ist dies geschehen, wird der Nutzer beim Aufruf einer Webseite gewarnt, die beispielsweise im Verdacht steht, eine Fishing-Seite zu sein oder sonstigen schädlichen Code enthalten könnte. Dabei greift Apple auf Googles "Safe Browsing" Dienst zurück, der auf einer Datenbank mit bekannten Phishing- und Betrugswebseiten basiert.

Bei der Umsetzung schickt Google eine Liste von verschlüsselten Adress-Prefixen an den mobilen Safari-Browser, die dann beim Aufruf geprüft wird. Auf diese Weise sieht Google nie, welche Webseiten der Nutzer aufruft, erlangt allerdings Kenntnis von der IP-Adresse des Nutzers. Mit iOS/iPadOS 14.5 wird dies nun nicht mehr der Fall sein, wie Apples WebKit-Chef inzwischen bestätigt hat. Künftig wird Googles "Safe Browsing" Funktion zunächst über Apple-Server geleitet, ehe sie für den Nutzer zur Verfügung steht, was zu einem zusätzlichen Datenschutz führt.
Einige auf Reddit veröffentlichte Screenshots zeigen bei einem Mitschnitt der eingehenden und ausgehenden Verbindungen über Safari, dass diese unter der Beta von iOS 14.5 über "proxy.safebrowsing.apple", "safebrowsing.g.applimg.com" oder "token.safebrowsing.apple" geleitet werden, wenn eine Verbindung zu "Safe Browsing" aufgebaut wird.
Die Apple Karten-App scheint mit iOS 14.5 zumindest in den USA eine neue Funktion zu erhalten, durch die sich künftig Unfälle, Staus, Gefahrenstellen und Blitzer per Crowdsourcing melden lassen. Die Funktionsweise kennen einige von euch vermutlich bereits aus der in Deutschland äußerst beliebten App Blitzer Pro. Auch hier kann man Blitzer, Unfälle und Gefahrenstellen melden. Gehen genügend gleichlautende Meldungen ein, wird die Information allen anderen Nutzern der App angezeigt. Dies soll offenbar demnächst in ähnlicher Form auch in Apples Karten-App Einzug halten, wie die Kollegen von MacRumors berichten.
So findet man in der aktuellen Beta von iOS 14.5 einen neuen "Report"-Button, über die man seine eigenen Meldungen für den aktuellen Standort einreichen kann. In der aktuellen Umsetzung gibt es hierzu keine weitere Rückmeldung, was im schlechtesten Fall zu Fehlinformationen führen könnte. Entweder wird Apple hier also noch nachbessern oder aber auf das oben angesprochene Crowdsourcing-Modell setzen, wodurch erst bei einer gewissen Anzahl gleichlautender Meldungen die Information ausgerollt wird. Neben der Meldung über den "Report"-Button kann dies übrigens auch vie Siri Sprachbefehl und das CarPlay-Interface geschehen.

Seit iOS 14.4 und der zugehörigen HomePod-software steht eine neue Funktion für den HomePod mini im Zusammenhang mit Apples U1 Ultrabreitband-Chip und der Handoff-Funktion zur Übergabe von auf einem iPhone laufender Musik zur Verfügung. Hierdurch reicht es aus, wenn man ein iPhone in die Nähe des HomePod mini bewegt und schon reagiert das iPhone mit einem visuellen, akustischen und auch haptischen Feedback, welches einem signalisiert, dass man die Musik schnell und einfach an den Speaker übergeben kann. Dieses "schnell und einfach" hat jedoch auch seine Tücken. So kann es schnell nerven, wenn man gerade etwas auf dem iPhone erledigt und auf einmal die neue Handoff-Signalisierung dazwischen funkt. Mir persönlich ging dies dermaßen auf den Keks, dass ich die Funktion inzwischen deaktiviert habe. Hierzu muss man einfach die folgenden Schritte befolgen:
- Einstellungen öffnen
- In den Bereich "Allgemein" wechseln
- "AirPlay & Handoff" auswählen
- Schalter "Auf HomePod übertragen" deaktivieren

Apple sieht sich derzeit bekanntermaßen gleich an mehreren Fronten mit Vorwürfen der Monopolbildung konfrontiert, unter anderem auch wegen der tiefen Integration von Apple Music in seine Systeme und der fehlenden Wahlmöglichkeit für die Nutzer, hier einen anderen Anbieter als Standard zu setzen. In offiziellen Statements zeigt man sich in Cupertino diesbezüglich keiner Schuld bewusst, die aktuellen Maßnahmen und Änderungen in seinen Betriebssystemen deuten jedoch darauf hin, dass man den Vorwürfen nach und nach den Wind aus den Segeln nehmen möchte und die vor Gericht eingeforderten Wahlmöglichkeiten nun doch ohne große Ankündigung umsetzt.
So haben verschiedene Reddit-User in der vergangene Woche veröffentlichten ersten Beta von iOS/iPad 14.5 eine neue Möglichkeit entdeckt, einen eigenen Standard-Musikstreaming-Dienst zu setzen. Die Option erscheint, wenn man Siri bittet, Musik abzuspielen. Je nachdem welche Apps man von den einschlägigen Streamingdiensten man auf dem Gerät installiert hat, bietet Siri die Möglichkeit, einen davon als Alternative zur Voreinstellung Apple Music auszuwählen. Ist dies einmal geschehen, erfolgen auch nachfolgende Streams stets über diesen Anbieter.
Wie die Kollegen von The 8-Bit inzwischen ergänzend herausgefunden haben, setzt Siri den alternativen Anbieter auch dann als neuen Standard, wenn man einen Song erstmalig beispielsweise mit dem Kommando "Hey ?Siri?, spiele Humen von The Killers auf Spotify" startet. Aktuell soll das Ganze noch einigermaßen instabil funktionieren. Da es sich aber auch erst um die erste Beta von iOS/iPadOS 14.5 handelt, wird hier sicherlich noch einiges passieren. Dies bedeutet aber auch, dass Apple die Funktion möglicherweise doch nicht in die finale Version bringt. Es ist aktuell also noch ein kleine Portion Vorsicht geboten.
Es war zu erwarten, dass Google und Facebook gegen Apples mit iOS/iPad 14.5 und tvOS 14.5 kommende Abfrage zum Nutzer-Tracking Sturm laufen würden, da sie ihre Felle in Sachen Verkauf von Werbung und persönlichen Daten davonschwimmen sehen. Allein die Tatsache das die beiden Internetkonzerne gegen die neuen Abfragen wettern zeigt eigentlich schon, dass man sich durch die Einblendung des Popups ertappt fühlt und man sich sehr wohl darüber bewusst ist, dass ein Großteil der Nutzer das Tracking eigentlich nicht möchte. Zudem wird das Tracking mit den Abfragen ja nicht per se unterbunden, der Nutzer bekommt lediglich die Gelegenheit, hierüber zu entscheiden.
Bemerkenswert ist nun, dass Google offenbar darüber nachdenkt, eine ähnliche Abfrage in seinem Android-Betriebssystem einzuführen - allerdings in einer deutlich abgeschwächten Variante. So berichtet Bloomberg, dass die Neuerung in Android in direktem Zusammenhang mit Googles geplanten Datenschutzänderungen in seinem Chrome-Browser steht. Dort hatte der Suchmaschinen-Gigant angekündigt, Drittanbieter-Tracking-Cookies bis 2022 zu unterbinden. Dazu erklärt man:
"We're always looking for ways to work with developers to raise the bar on privacy while enabling a healthy, ad-supported app ecosystem."
In Chrome wird Google dazu eine sogenannte "Privacy Sandbox" einführen, über die Werbeanbieter Gruppen von Nutzern mit selben Interessen zusammenfassen können, nicht mehr jedoch individuelle Nutzer. Etwas ähnliches könnte dann künftig auch in Android umgesetzt werden. Ob dies aber das Cross-Site-Tracking tatsächlich unterbindet und ob der Nutzer hier auch (wie bei Apple) Eingriffsmöglichkeiten bekommt, ist aktuell noch unklar.
Anfang der Woche hatte die ersten Vorabversionen von iOS/iPadOS 14.5, tvOS 14.5, watchOS 7.4 und macOS Big Sur 11.3 für registrierte Entwickler bereitgestellt. Darin enthalten waren bereits verschiedene, durchaus spannende Neuerungen, die iOS/iPadOS 14.5 zum bislang größten Update für Version 14 von Apples mobilem Betriebssystem machen. Am heutigen Abend hat Apple nun eine neue Version der ersten Beta von iOS/iPadOS 14.5 veröffentlicht. Die Gründe hierfür sind unklar, offenbar hat Apple aber einen vergleichsweise schweren Fehler in der ersten Version entdeckt, der es wert war, ihn kurzfristig mit einer neuen Version zu beheben.
Highlight in iOS/iPadOS 14.5 dürfte die neue Entsperrmöglichkeit des iPhone mit einer Apple Watch sein. Hierfür benötigt Face ID dann nur noch einen teilweisen Scan des Gesichts, beispielsweise wenn man eine Maske trägt. Ist dies geschehen, gibt die Watch ein haptisches Feedback und zeigt eine kurze Benachrichtigung an. Ganz ähnlich also wie dies auch beim Entsperren eines Macs mit der Apple Watch geschieht. Damit man die Funktion nutzen kann, muss sie zunächst in den Einstellungen aktiviert werden. Während Authorisierungen für Einkäufe im AppStore oder für Apple Pay auf diese Weise nicht vorgenommen werden können, besteht aber immerhin die Möglichkeit, das iPhone von der Apple Watch aus auch wieder zu sperren.
Neben diesem Highlight bringt iOS/iPadOS 14.5 noch die folgenden, ebenfalls willkommenen Neuerungen mit:
- 5G im Dual-SIM Betrieb beim iPhone 12
- Unterstützung für die neuesten Xbox- und Playstation-Controller
- AirPlay 2 Unterstützung für Apple Fitness+
- Option, Siri zu bitten, einen Notruf abzusetzen
- Familien-Option für die Apple Card
- UI-Änderungen in der Podcasts-App
- UI-Änderungen in der Apple-News-App
- kleinere UI-Änderungen in den Einstellungen
- Erinnerungen können sortiert und gedruckt werden
- Zustimmung oder Ablehnung des Nutzer-Trackings
- Horizontaler Bootscreen auf dem iPad
Nachdem sich die letzten iOS-Updates vor allem um Fehlerkorrekturen und Stabilitätsverbesserungen gekümmert haben, wird das seit heute im Betatest befindliche iOS/iPadOS 14.5 gleich eine ganze Reihe sinnvoller und nützlicher neuer Funktionen mitbringen, wie die Tester bereits in den ersten Stunden seit der Veröffentlichung entdeckt haben. Die vielleicht spannendste Neuerung steht im Zusammenhang mit der momentan überall auf der Welt geltenden Maskenpflicht. Hier stößt Face ID logischerweise an seine Grenzen, was Apple bereits mit verschiedenen softwareseitigen Verbesserungen zu lindern versuchte. Allerdings erfordert dies dann eben die Eingabe eines PIN-Codes.
Mit iOS 14.5 gesellt sich nun eine neue Variante hinzu, die vor allem für Besitzer einer Apple Watch interessant ist. So kann ein iPhone auf Wunsch nun auch in Kombination mit einer am Handgelenk getragenen und entsperrten Watch entsperrt werden. Hierfür benötigt Face ID dann nur noch einen teilweisen Scan des Gesichts, beispielsweise wenn man eine Maske trägt. Ist dies geschehen, gibt die Watch ein haptisches Feedback und zeigt eine kurze Benachrichtigung an. Ganz ähnlich also wie dies auch beim Entsperren eines Macs mit der Apple Watch geschieht. Damit man die Funktion nutzen kann, muss sie zunächst in den Einstellungen aktiviert werden. Während Authorisierungen für Einkäufe im AppStore oder für Apple Pay auf diese Weise nicht vorgenommen werden können, besteht aber immerhin die Möglichkeit, das iPhone von der Apple Watch aus auch wieder zu sperren.
Ebenfalls neu im kommenden Update wird die lange vermisste Unterstützung von 5G im Dual-SIM Betrieb beim iPhone 12 sein, die ich erst kürzlich thematisiert hatte.
Neben diesen Highlights bringt iOS/iPadOS 14.5 noch die folgenden, ebenfalls willkommenen Neuerungen mit:
- Unterstützung für die neuesten Xbox- und Playstation-Controller
- AirPlay 2 Unterstützung für Apple Fitness+
- Option, Siri zu bitten, einen Notruf abzusetzen
- Familien-Option für die Apple Card
- UI-Änderungen in der Podcasts-App
- UI-Änderungen in der Apple-News-App
- kleinere UI-Änderungen in den Einstellungen
- Erinnerungen können sortiert und gedruckt werden
- Zustimmung oder Ablehnung des Nutzer-Trackings
- Horizontaler Bootscreen auf dem iPad
In der vergangenen Woche hatte Apple die finale Version von iOS/iPadOS 14.4, tvOS 14.4 und watchOS 7.3 für alle Nutzer veröffentlicht, heute beginnt bereits die Betaphase für die nächsten Updates. So stehen für registrierte Entwickler seit heute Abend neue Vorabversionen von iOS/iPadOS 14.5, tvOS 14.5 und watchOS 7.4 bereit. Die neuen Vorabversionen können OTA geladen, sofern sich ein Beta-Konfigurationsprofil auf dem jeweiligen Gerät befindet. Welche Neuerungen oder Veränderungen die Updates mitbringen werden, ist aktuell noch ebenso unklar, wie die Antwort auf die Frage, wann Apple die finale Version der Updates für alle Nutzer veröffentlichen wird. Möglich ist durchaus, dass sich die Betaphase bis zum März hinziehen wird, wenn die nächsten neuen Apple-Produkte, wie unter anderem die schon länger gemunkelten AirTags, aber auch neue iPads erwartet werden.
Erst kürzlich hatte Apple angekündigt, dass mit den kommenden Updates auch die Abfragen zum Nutzer-Tracking für Apps aus dem AppStore verpflichtend werden. Hiergegen waren unter anderem Facebook und Google öffentlich Sturm gelaufen. Sollten aus den ersten Betas neue Funktionen bekanntwerden, werde ich aber auch hierüber natürlich entsprechend berichten.