Man hat inzwischen beinahe das Gefühl, als gehe es nach dem Verkaufsstart eines neuen Apple-Produkts vor allem erstmal darum, einen Fehler, eine Schwachstelle oder ein Problem zu finden, um sich hierüber dann mehr oder weniger künstlich im Internet aufzuregen, in der Hoffnung, dass andere Nutzer in diesen Tenor mit einstimmen. Mich ermüdet so etwas ehrlich gesagt zunehmen. Aktuell machen Meldungen zur mitternachtsblauen Version des neuen M2 MacBook Air die Runde, wonach die blaue Farbe an bestimmten Stellen, vor allem den USB-C Anschlüssen schnell abgeschrammt und die jeweilige Stelle damit dann silbrig glänzend ist. Hier von einem neuen "Scuff-Gate" zu sprechen würde ich mal für arg übertrieben halten.
Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass das verbaute Aluminium des Gehäuses in mitternachtsblau eloxiert ist, was bedeutet, dass das Material als solches natürlich auch weiterhin "aluminiumfarben" ist. Entsprechend kann die Farbe an Stellen, an denen häufig Metall an Metall stößt, also beispielsweise beim USB-C Anschluss, die mitternachtsblaue Farbe leicht abschrammen kann. Dieses Umstandes sollte man sich allerdings grundsätzlich bewusst sein, wenn man sich ein "farbiges" Gerät zulegt. Auch bei spacegrauen (und auch allen anderen) Modellen von MacBook Air und MacBook Pro kann man das abschrammen der eloxierten Farbe beobachten. Hier fällt es lediglich nicht so stark auf.
Erst kürzlich wurde bekannt, dass die Zusammenarbeit zwischen Apple und seinem langjährigen Design-Chef Jony Ive nun endgültig beendet ist. Ive ist ohne Zweifel eng mit dem Aufschwung Apples seit Ende der 90er Jahre verbunden. Doch auch er lag mit seinen Design-Entscheidungen nicht immer richtig. Eines der Beispiele hierfür ist der fast schon exzessive Schlankheitswahn, dem er sämtliche Produkte unterzog. Dieser traf schließlich auch die Tastatur in den MacBooks, deren Mechanismus so sehr abgespeckt wurde, dass die Tasten kaum noch aus dem Gerät hervorstanden. Die Butterfly-Tastatur war geboren. Und mit ihr jede Menge Probleme und Defekte, die in den USA zu einer Sammelklage gegen Apple führten. Der Vorwurf: Apple wusste von den Mängeln, behob diese jedoch nur halbherzig.
Nun wurde sich im Rahmen dieser Klage mit einem außergerichtlichen Vergleich geeinigt, in dem Apple Zahlungen in Höhe von insgesamt 50 Million US-Dollar leisten wird. Hiervon gehen 15 Millionen an die klagende Anwaltskanzlei, der Rest wird unter den Nutzern aufgeteilt, die sich der Sammelklage angeschlossen hatten. Der Maximalbetrag liegt hier bei 395,- US-Dollar. Irgendwie ist es schon bitte, wenn man sich den Unterschied zwischen der Nutzerentschädigung und der Zahlung an die Anwaltskanzlei anschaut...
Inzwischen hat Apple die Butterfly-Tastatur wieder durch das "alte" Magic Keyboard ersetzt und damit auch sämtliche Probleme aus der Welt geschaffen. Für Geräte mit Butterfly-Tastatur läuft seit vier Jahren ein Reparaturprogramm, welches in den ersten vier Jahren nach dem Kauf eines betroffenen MacBooks greift und in Anspruch genommen werden kann.
Das Thema Gesundheit steht bei Apple vor allem seit der Übernahme von Tim Cook als CEO weit oben auf der Agenda. Die Health-App auf dem iPhone bildet dabei das Zentrum, in dem sämtliche Daten zusammenlaufen und ausgewertet werden. Nun hat Apple per Pressemitteilung auf die Veröffentlichung eines detaillierten Berichts hingewiesen, in dem man darlegt, wie das Unternehmen Menschen mit Informationen über ihre Gesundheit unterstützt. Dabei geht man natürlich auch intensiv auf die verschiedenen Geräte, Sensoren und Dienste ein und erklärt, wie die Nutzer diese verwenden können, um ihre persönliche Gesundheit zu verbessern aber auch bei medizinischen Forschungsprojekten zu helfen.
"Wir sind davon überzeugt, dass Technologie eine wichtige Rolle bei der Verbesserung von Gesundheitsergebnissen und der Förderung eines gesünderen Lebens spielen kann. Wir freuen uns über die vielen Möglichkeiten mit denen Anwender von unseren Gesundheits- und Fitnessfunktionen profitieren, und über die Art und Weise, wie Drittentwickler, Institutionen und Organisationen Apple Technologie nutzen, um Gesundheit und Wissenschaft voranzubringen. Unsere Vision für die Zukunft ist es, weiterhin wissenschaftlich fundierte Technologien zu entwickeln, die Menschen mit noch mehr Informationen versorgen und zur intelligenten Überwachung der Gesundheit eingesetzt werden. Wir wollen, dass Menschen nicht länger nur Passagiere auf ihrer eigenen Gesundheitsreise sind, sondern, dass sie mit aussagekräftigen, umsetzbaren Erkenntnissen selbst das Steuer in die Hand nehmen".
Der 59 Seiten umfassende Bericht im PDF-Format gliedert sich in zwei Bereiche, wobei sich der erste vor allem darum kümmert, wie die Nutzer ihre persönliche Gesundheit und allgemeine Fitness verbessern können. Selbstverständlich wird dabei auch die Datensicherheit bei der Speicherung und Verarbeitung der Nutzerdaten hervorgehoben. Im zweiten Abschnitt geht es darum, wie Apple mit seinen Gesundheitsfunktionen auch der Medizin und der Forschung hilft.

Der Vollständigkeit halber sei am späten Abend noch schnell die vielleicht wichtigste Apple-Meldung des Tages nachgereicht. Nach längerer Betaphase und zwei Release Candidates hat Apple am heutigen Abend die nun finalen Versionen von iOS/iPadOS 15.6, macOS Monterey 12.5, watchOS 8.7 und tvOS 15.6 für alle Besitzer eines unterstützten Geräts veröffentlicht. Dazu gibt es auch die HomePod Software 15.5 zu laden. Bei allen neuen Versionen handelt es sich um reine Bugfix-Updates, die keine nennenswerten neuen Funktionen enthalten. Allein die enthaltenen Sicherheitsupdates sind allerdings Grund genug, die Aktualisierungen zeitnah zu laden und zu installieren.
Es dürfte sich aber mutmaßlich um die letzte große Aktualisierung der aktuellen Betriebssystemversionen handeln, ehe im Herbst dann die komplett neuen Versionen um iOS/iPadOS 16 und macOS Ventura erscheinen.
Droht bei Netflix der Stern langsam zu sinken? Nachdem man über Jahre hinweg der unangefochtene Star am Himmel der Streamingdienste war, musste das US-Unternehmen zuletzt einen Rückgang bei den Nutzerzahlen hinnehmen. Aus der aktuellen Bekanntgabe der Quartalszahlen geht hervor, dass Netflix im zweiten Quartal des Jahres allein in den USA und Kanada 1,3 Millionen Abonnenten verlor. Zwar konnte man in anderen Regionen der Welt leichte Zuwächse verzeichnen, so dass man insgesamt weltweit 970.000 Nutzer verlor, dennoch ist der Rückgang bedenklich. Zuletzt hatte man versucht, die monetären Verluste mit Preiserhöhungen in Grenzen zu halten, wodurch man den Umsartz pro Nutzer auch leicht steigern konnte.
Als einen der Gründe hat man bei Netflix schon seit längerer Zeit das sogenannte "Account-Sharing", also die Weitergabe der Zugangsdaten an Nutzer außerhalb des eigenen Haushalts ausgemacht. Diesem versucht man nun mit einer neuen Maßnahme Einhalt zu gebieten. Derzeit experimentiert Netflix in Lateinamerika laut Bloomberg mit einer Zusatzgebühr in Höhe von 3,- US-Dollar pro zusätzlichem Haushalt.
Zudem soll demnächst auch eine günstigere, werbefinanzierte Abostufe eingeführt werden. Hierzu brichtet Deadline nun allerdings unter Bezug auf Aussagen von Netflix Co-CEO Ted Sarandos, dass darin nicht der komplette Netflix-Katalog enthalten sein wird. Als Grund gibt Sarandos an, dass hierzu neue Deals mit den Rechteinhabern ausgehandelt werden müssten, was Zeit koste. Enthalten sein werden allerdings selbstverständlich sämtliche Netflix-Original-Produktionen. Laut Sarandos soll auch "ein Großteil" der Inhalte in der dann günstigsten Abostufe verfügbar sein.
Nur kurze Zeit nachdem die Kollegen von Max Tech den ersten Teardown des neuen M2 MacBook Air veröffentlicht hatten, sind nun auch die Reparaturspezialisten von iFixit mit ihrer Laubsägearbeit am Start. Wie zu erwarten, gab es dabei keine größeren Überraschungen nach den bereits gesehenen Bildern mehr. So fanden auch die Kollegen von iFixit im Basismodell mit 256 GB Speicherkapazität lediglich einen NAND-Speicherchip in der SSD, was diese gegenüber dem Vorgängermodell und größeren Speicherkapazitäten langsamer macht. Hinzugesellen sich auf dem Logicboard des neuen Geräts der 64-Bit 8-Kern ?M2? Chip, einen Apple-proprietären Thunderbolt 3 Treiber, einen Bluetooth- und WiFi-Chip und ein wenig überraschend einen Beschleunigungssensor, von dem man aktuell noch nicht weiß, wofür er wohl gedacht sein mag.
Vor ein Rätsel stell die Kollegen zudem Apples Kühlunsgkonzept für das neue MacBook Air. Während bereits bekannt war, dass dieses passiv gekühlt wird und auch eine Menge Kühlpaste und Tape im Inneren des Geräts zu finden sind, glauben die Spezialisten von iFixit nicht, dass dies ausreichen kann. Bislang gibt es allerdings noch keine Meldungen, nach denen ein neues MacBook Air extrem heiß geworden wäre.
In Sachen Reparierbarkeit zeigen sich die Kollegen verhalten optimistisch. Ebenso wie das 14" und 16" MacBook Pro ist der Akku mit Laschen versehen, die einen Ausbau erleichtern dürften. Zudem sind sämtliche Anschlüsse des Geräts modular und nicht verklebt. Auf der anderen Seite hat Apple traditionell die SSD und den M2 Chip auf dem Logicboard verlötet, so dass man diese nicht so ohne weiteres austauschen kann.
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In den vergangenen Wochen gab es verschiedene Berichte, wonach Apples Zulieferer teilweise Schwierigkeiten haben, die für die Produktion des iPhone 14, vor allem des iPhone 14 Max, benötigten Teile zu bekommen, weswegen sich das Gerät angeblich mehrere Wochen hinter Apples Zeitplan befinden soll. Der bekannte und für gewöhnlich gut informierte Apple-Analyst Ming-Chi Kuo sieht die ganze Sache jedoch recht entspannt. Seinen Informationen zufolge sollen die Auswirkungen der Schwierigkeitn nach wie vor überschaubar sein und zu keinen signifikanten Verzögerungen führen. So seien beispielsweise Samsung Display und BOE in der Lage, die Ausfälle bei LG Display zu kompensieren und auch LG Display selbst sollte seine Probleme kurzfristig in den Griff bekommen könne, so Kuo in einem aktuellen Tweet.
Anfang des Monats hatte die EU den "Digital Services Act" bzw. den "Digital Markets Act" abgesegnet und damit eine stärkere Regulierung der IT-Konzerne aus dem Silicon Valley in Angriff genommen. Diese sieht unter anderem vor, dass die Betreiber von App Stores, es den Entwicklern gestatten müssen, eigene Bezahlsysteme in ihre Apps zu integrieren. Eine Praxis, gegen die Apple an verschiedenen Fronten bis zuletzt versucht hat anzukämpfen. Nun wird man sich innerhalb der EU wohl dem Gesetz beugen müssen. Ebenso übrigens wie auch Google mit seinem Play Store. Dort hat man nun bekanntgegeben, dass man bereits damit begonnen habe, die Anforderung in die Tat umzusetzen und es den Entwicklern von Nicht-SpieleApps gestattet, Nutzern in der EU, Island, Liechtenstein und Norwegen alternative Bezahlmethoden anzubieten.
Ganz leer werden die Betreiber der App Stores aber vermutlich nicht ausgehen. So reduziert beispielsweise Google die Abgabe der meisten Entwickler auf In-App Käufe, die diese Methode anwenden um gerade einmal 3% auf 12%. Über Googles hauseigenes Bezahlsystem wären es 15%. Die nach wie vor einbehaltene Gebühr wird von Google nach eigener Aussage in die Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung des Play Store und von Android gesteckt. Bis der Digital Markets Act tatsächlich in Kraft tritt, dürfte noch mindestens ein halbes Jahr vergehen. Bis dahin soll die Neuerung auch für Spiele gelten. In den USA und anderen Regionen wird sich vorerst nichts ändern. Für interessierte Entwickler hat Google ein entsprechendes Support-Dokument veröffentlicht.
Von Seiten Apples gibt es bislang weder eine Reaktion noch eine Äußerung zur Einführung des Digital Markets Act. Auch in Cupertino wird man sich allerdings bewegen müssen. Einen Vorgeschmack könnte allerdings bereits die Anpassung der AppStore-Regeln für Dating-Apps in den Niederlanden geben. Hier hatte Apple ebenfalls alternative Bezahlmethoden einführen müssen und in diesem Zuge die Entwickler-Abgaben um 3% gesenkt. Bei der Freigabe von alternativen Bezahlmethoden in Südkorea waren es 4%.