Nachdem Anfang der Woche bereits iOS/iPadOS 14.7.1 und macOS Big Sur 11.5.1 erschienen waren, hat Apple in der vergangenen Nacht auch das zugehörige Update für watchOS auf Version 7.6.1 veröffentlicht. Wie an der neuen Versionsnummer bereits zu erkennen, handelt es sich um ein zwar kleines aber dennoch wichtiges Updates, da es wichtige Sicherheitsaktualisierungen enthält und dem zugehörigen Security Support-Dokument zufolge eine Lücke schließt, durch die beliebiger Code auf der Apple Watch ausgeführt werden kann und die unter Umständen bereits aktiv genutzt wurde. Die Installation sei somit jedem Nutzer wärmstens empfohlen.
Wie gewohnt benötigt die Apple Watch für das Installieren des Updates mindestens 50% verbleibende Akkulaufzeit und eine Verbindung zu einer Stromquelle. Ist dies gegeben, kann watchOS 7.6.1 über die Watch-App auf einem verbundenen iPhone geladen und auf der Watch installiert werden.
Im inzwischen gewohnten Zweiwochenrhythmus setzt Apple die Betaphase seiner nächsten großen Betriebssystem-Updates fort. Seit wenigen Minuten stehen so die jeweils vierten Vorabversionen von iOS/iPadOS 15, macOS Monterey, tvOS 15 und watchOS 8 für registrierte Entwickler zum Download bereit und dürften weitere in der Zwischenzeit entdeckte Fehler und Probleme ausmerzen. Die finalen Versionen der aktuell im Betastadium befindlichen Software stehen dann als kostenlose Updates wieder im Herbst für alle Nutzer von unterstützten Geräten zur Verfügung. Bislang zeigen sich die Apple-Nutzer ersten Umfragen zufolge allerdings noch wenig von den Neuerungen in den kommenden Updates begeistert.
Die Teilnehmer am Public Beta Programm sind ebenfalls bereits im Boot und dürften in Kürze auch Zugriff auf die heute Abend veröffentlichten Previews haben. Dies gilt in diesem Jahr auch erstmals auch für watchOS.
Während Apple seine Entwickler schon die nächsten großen Updates um iOS 15, iPadOS 15 und macOS Monterey testen lässt, steht am heutigen Abend noch eine vermutlich letzte Aktualisierung der Vorgängerversionen für alle Nutzer eines unterstützten Geräts zum Download parat. iOS/iPadOS 14.7, tvOS 14.7 und watchOS 7.6 können also ab sofort geladen werden. Unter anderem ist in der neuen iOS-Version auch die Unterstützung für das in der vergangenen Woche ins Programm aufgenommene MagSafe Battery Pack enthalten. Zudem schreibt Apple in den Releasenotes:
- iPhone 12, iPhone 12 mini, iPhone 12 Pro und iPhone 12 Pro Max unterstützen die Externe MagSafe Batterie.
- Mit der Home-App können jetzt Timer auf dem HomePod verwaltet werden.
- Informationen zur Luftqualität sind jetzt in den Apps „Wetter“ und „Karten“ für Kanada, Frankreich, Italien, die Niederlande, Südkorea und Spanien verfügbar.
- In der Podcasts-Mediathek hast du die Wahl, alle Sendungen zu sehen oder nur Sendungen, denen du folgst.
- Die Menüoption „Playlist teilen“ fehlt in Apple Musik.
- Die Wiedergabe von Lossless-Audio und Dolby Atmos stoppt möglicherweise unerwartet.
- Die Batteriewartungsnachricht, die bei einigen iPhone 11-Modellen nach einem Neustart verschwinden konnte, wird wiederhergestellt.
- Braille-Displays können beim Verfassen von E-Mails ungültige Informationen anzeigen.
Es dürfte sich wie gesagt aller Wahrscheinlichkeit nach um die letzten großen Updates der Systeme vor der Veröffentlichung der komplett neuen Versionen handeln, welche auf der WWDC Anfang Juni vorgestellt wurden und dann im September, wohl gemeinsam mit den neuen iPhones veröffentlicht werden.
Den für die Apple Watch zuständigen Manager Kevin Lynch werden die meisten von den Apple Keynotes kennen, auf denen er stets die neuesten Funktionen von watchOS und der Watch selbst präsentiert. Wie mehrere Quellen bei Apple den Kollegen von Business Insider gesteckt haben, soll sich sein Aufgabenbereich nun jedoch deutlich erwaitern. Offenbar reagiert Apple auf die in den vergangenen des Öfteren vermeldete Führungskrise in seinem Auto-Projekt und hat Lynch als erfahrenen Manager auserkoren, dort zu unterstützen. Aktuell wird das Projekt von Apples AI- und Maschinenlernen-Chef John Giannandrea verantwortet, der es nach der Rente des vorherigen Chefs Bob Mansfield von diesem im Jahr 2020 übernommen hat.
Lynch wechselte einst von Adobe, wo er unter anderem an der Entwicklung der Creative Cloud beteiligt war zu Apple und leitet dort seitdem die Entwicklung der Apple Watch und von watchOS. Zudem war er bislang auch im Fitness- und Gesundheits-Team eingebunden. Letztere Aufgaben wird er nun abgeben, um sich um das sagenumwobene Apple Car zu kümmern. Die Weiterentwicklung der Watch-Projekte verantwortet er dem Bericht zufolge allerdings auch weiterhin.
Am gestrigen Abend hat Apple die inzwischen dritten Betaversionen von iOS/iPadOS 15, macOS Monterey, watchOS 8 und tvOS 15 für registrierte Entwickler veröffentlicht. Inzwischen sind auch die ersten Veränderungen gegenüber den vorherigen Versionen bekanntgeworden. Vor allem beim kontroversen neuen Desgin von Safari hat Apple dabei sowohl in iOS 15 und macOS Monterey Hand angelegt und teilweise auf die harschen Kritiken am Redesign reagiert. War es in den ersten beiden Betas von iOS 15 noch so, dass die Adressleiste an den oberen Displayrand sprang, wenn man sie an ihrer neuen Position am unteren Rand angetippt hatte, verbleibt sie nun unten und positioniert sich direkt oberhalb der Displaytastatur. Auch hier sind nach wie vor einige Darstellungsprobleme zu beklagen, aber dafür handelt es sich ja auch um eine Beta. Die nachfolgenden Screenshots stammen von den Kollegen von MacRumors.

Zudem hat Apple eine neue Option zum Neuladen der Seite integriert, wenn man lange auf die Adressleiste drückt. Der entsprechende Button neben der Leiste fällt in iOS 15. Stattdessen kann man die komplette Seite nach unten ziehen, um so ein "Pull down to reload" zu initiieren.
In macOS Monterey rudert Apple noch deutlicher zurück und hat sich offenbar schon bei der dritten Beta wieder von der Idee verabschiedet, Tabs und Adressleiste zu vereinen. Seit der aktuellen Vorabversion findet man wieder die klassische Adresseingabe oberhalb der Tableiste, was Safari wieder näher an die aus macOS Big Sur bekannte Optik und Bedienung heranführt. Apples ursprünglicher Plan war es, durch die Vereinigung der beiden Leisten mehr Platz für den Inhalt der Webseiten zu schaffen. Allerdings wurde dies von vielen Testern deutlich hinsichtlich der Bedienbarkeit kritisiert. Befürworter des eigentlich angedachten Designs können dieses allerdings mit einem Schalter aktivieren.
Weitere, eher kleine Anpassungen aus den neuen Betas umfassen:
- Vorbereitungen für Universal Control in macOS Monterey
- Neuer AppStore Splash Screen
- Anpassungen in den einsetllungen für Focus
- Farben im Musik-Widget lehnen sich an den aktuellen Song an
- Zürucksetzen heißt in den Einstellungen nun "Transfer or Reset ?iPhone?"
Letzterer Punkt deutet bereits an, dass dieser Bereich künftig auch für die Einrichtung und Datenübertragung auf ein neues iPhone genutzt wird. Auch hierbei wird es in iOS 15 und watchOS 8 weitere Verbesserungen geben. In den Releasenotes zu den neuen Versionen erklärt Apple, dass mit diesen auch ein Problem behoben wird, durch das es zu einem Fehler beim Update auf einem Gerät mit wenig Speicherplatz (laut Apple weniger als 500 MB) kommen kann. Hieraus lässt sich bereits ableiten, dass derartige Systemupdates künftig auch dann durchgeführt werden können, wenn der zur Verfügung stehende Speicherplatz eher knapp bemessen ist, was vor allem auf der Apple Watch in der Vergangenheit bereits für Probleme sorgte.
Schon seit einiger Zeit halten sich Gerüchte, wonach Apple seine Watch in Zukunft mit einem non-invasiven Sensor zur Messung des Blutzuckerspiegels ausstatten möchte. In diesem Jahr wird es wohl noch nicht soweit sein, die Vorbereitungen laufen aber bereits auf Hochtouren. So hat Rockley Photonics, einer der Zulieferer für die Apple Watch, nun einen neuen Sensor vorgestellt, der in der Lage ist, eine Vielzahl von Gesundheits- und Fitnessdaten am Handgelenk des Nutzers zu erfassen (via MacRumors). Hierzu gehören unter anderem die Körpertemperatur, der Blutdruck, den Körperwasserspiegel, Alkohol, Laktat und eben auch den Blutzucker. Entsprechend spricht der Zulieferer dann auch selbsbewusst und marketingwirksam von einer "clinic-on-the-wrist", also einer Klinik am Handgelenk.
Hierzu kommen erschiedene optische Sensoren zum Einsatz, die eine dauerhafte, non-invasive Messung der genannten Vitalwerte ermöglichen. Während die meisten aktuellen Smartwatches und Fitnessarmbänder grüne LEDs für ihre Messungen nutzen, setzt der neue Sensor von Rockley auf die Infrarot-Technologie, mit der deutlich mehr Möglichkeiten entstehen. Zunächst wird die Technologie in einem Armband des Herstellers selbst zum Einsatz kommen, welches mit einer App auf einem verbundenen Smartphone kommunizieren kann. Rockley hat allerdings auch bereits angekündigt, dass man die Technologie auch seinen Kunden zur Verfügung stellen wird. Apple dürfte dabei sicherlich als größter Kunde von Rockley Photonics eine der ersten Anlaufstellen sein. Zuvor müssen allerdings erst noch verschiedene Studien zur Genauigkeit der Messungen abgeschlossen werden, so dass mit einem Einsatz in der Apple Watch nicht vor kommendem Jahr zu rechnen ist.
Während die Betaphase für iOS/iPadOS 14.7 und Co. in dieser Woche bereits mit der Veröffentlichung der Release Candidates auf die Zielgerade eingebogen ist, setzt Apple auch die Betaphase der nächsten großen Betriebssystem-Updates fort. Seit wenigen Minuten stehen so die jeweils dritten Vorabversionen von iOS/iPadOS 15, macOS Monterey, tvOS 15 und watchOS 8 für registrierte Entwickler zum Download bereit und dürften weitere in der Zwischenzeit entdeckte Fehler und Probleme ausmerzen. Die finalen Versionen der aktuell im Betastadium befindlichen Software stehen dann als kostenlose Updates wieder im Herbst für alle Nutzer von unterstützten Geräten zur Verfügung. Bislang zeigen sich die Apple-Nutzer ersten Umfragen zufolge allerdings noch wenig von den Neuerungen in den kommenden Updates begeistert.
Die Teilnehmer am Public Beta Programm sind seit der letzten Vorabversion ebenfalls bereits im Boot und dürften in Kürze auch Zugriff auf die heute Abend veröffentlichten Previews haben. Dies gilt in diesem Jahr auch erstmals auch für watchOS.