Die Reparaturspezialisten von iFixit haben sich in ihrem neuesten Teardown die auf dem Event vor einigen Tagen vorgestellte Apple Watch Series 5 vorgenommen und sich einmal die internen Komponenten genauer angesehen. Offenbar sind diese in weiten Teilen identisch mit denen der Apple Watch Series 4. Dies kommt allerdings nur bedingt überraschend, gleichen sich die beiden Generationen der Apple-Smartwatch auch rein optisch schon beinahe wie ein Ei dem anderen. Größter Unterschied ist das mit der Series 5 eingeführte Always-On Display.
Die Kollegen von iFixit hatten sich Hoffnung gemacht herauszufinden, wie genau Apple das Always-On Display umgsetzt hat, allerdings scheint es sich hierbei ausschließlich um Display-Technologie zu handeln, die für das menschliche Auge nicht auszumachen ist. Entdecken konnte man lediglich einen neuen Umgebungslichtsensor, den man unter dem OLED-Panel fand. Apple selbst hatte zudem von intelligenteren Display-Treibern und einem verbesserten Power-Management gesprochen.
Ebenfalls neu befindet sich unter den Innereien der Apple Watch Series 5 ein Kompass, sowie ein leicht größerer Akku. Zudem hat Apple die Speicherkapazität der Apple Watch Series 5 auf 32 GB verdoppelt, ansonsten aber dieselbe GPU und CPU verbaut, wie auch schon in der Series 4.

Künftige Apple Watches könnten mit innovativen Armbändern aufwarten, wie verschiedene aktuell Apple zugesprochene Patente belegt. Wie die auf Patentangelegenheiten spezialisierten Kollegen von Patently Apple berichten, könnten kommende smarte Armbänder für die Apple Watch den durch die USPTO Apple zugesprochenen Patenten zufolge über biometrische Authentifizierungen, einen LED-Indikator und einen automatischen Schließmechanismus verfügen. So beschreibt das erste Patent ein Armband, welches den Träger der Watch auf Basis von Hautmustern am Handgelenk authentifizieren kann. Vor allem für den Einsatz von Apple Pay wäre dies ein weiterer Zugewinn an Sicherheit. Zudem könnte hierdurch die Eingabe einer PIN beim Anlegen der Apple Watch künftig der Vergangenheit angehören.

Ein zweites Patent beschreibt einen Mechanismus, durch den sich das Armband der Apple Watch automatisch schließt und festzieht. Als Beispiel für ein Einsatzszenario nennt das Patent einen Jogger, bei dem sich das Armband während des Workouts automatisch strafft, damit die Watch auch gut am Handgelenk sitzt. Nach Beendigung des Trainings würde sich das Armabnd dann wieder automatisch ein wenig lockern. Auch auf Basis des Standorts, beispielsweise wenn man sich dem Fitnessstudio nähert, lässt sich die Straffung des Armbands steuern. Als weiteren Anwendungsfall kann sich Apple zudem vorstellen, das leichte Festziehen und Lockern auch als Möglichkeit für haptisches Feedback oder Benachrichtigungen zu nutzen.

Ein drittes Patent schließlich beschreibt ein Armband für die Apple Watch, welches mit einem LED-Indikator versehen ist, um hierüber beispielsweise den Fortschritt bei einem Workout oder eine Aufgabe zu visualisieren. Eine andere Möglichkeit wäre zudem, dass man hierüber auf einen Blick den aktuellen Restakkustand der Apple Watch abrufen kann.

Nicht vergessen darf man natürlich, dass Apple jede Menge Patente einreicht, die letzten Endes nie in einem Produkt münden. Bei der Apple Watch sind der Weiterentwicklung und der Integration echter Innovationen aber natürlich Grenzen gesetzt, weswegen das Armband durchaus ein Feld sein könnte, in dem Apple künftig Neuerungen präsentiert. Einen Verbindungsanschluss zwischen Apple Watch und Armband hat Apple, vermutlich in weiser Voraussicht, bereits seit der ersten Generation der Watch verbaut.
Nachdem die Kollegen von MacRumors und 9to5Mac in den vergangenen Tagen verschiedene Hinweise aus internen Quellen bei Apple zu den kommenden Software- und Hardware-Updates veröffentlicht haben, legen erstgenannte nun noch einmal nach. So deuten Funde in einer internen Beta von iOS 13 darauf hin, dass es auf der Apple Watch künftig neben der neuen Schlafüberwachung offenbar auch einen ebenfalls neuen sogenannten "Schooltime"-Modus geben wird. Ist dieser aktiviert, sollen Schüler und Studierende (und natürlich auch jeder andere Nutzer) weniger durch eingehende Benachrichtigungen auf der Watch abgelenkt werden. Auch der Zugriff auf bestimmte Apps und Komplikationen kann durch den Modus eingeschränkt werden. Konfiguriert wird er über die Apple Watch App auf dem iPhone.
Ebenfalls neu für die Apple Watch haben die Kollegen von MacRumors auch Hinweise auf neue Ziffernblatt-Komplikationen gefunden, wie beispielsweise für die Höhe, Breiten- und Längengrade und die neue Schlafüberwachung. Letztere könnte zudem über ein eigenes Ziffernblatt verfügen.
Auch für das iPhone haben die Kollegen verschiedene weitere Informationen parat. Codezeilen in der internen Beta von iOS 13, die bereits diverse andere Neuerungen zu Tage gefördert hat deuten auf eine neue Low-Light Einstellung in der Kamera-App hin. Das Game Center könnte zudem einen Turniermodus für Multiplayer-Spiele erhalten.
Bezüglich der bereits vermeldeten Hinweise auf ein Augmented-Reality-Headset von Apple gibt es ebenfalls weiterführende Hinweise in Form eines entdeckten Icons in der iOS 13 Beta. Dieses erinnert an ein Cardboard-Headset, was aber nicht unbedingt auf das Aussehen des von Apple erwarteten Geräts schließen lässt. Vielmehr scheint es sich dabei um den AR-Modus in der "Find My"-App zu handeln, über den sich Gegenstände mithilfe von AR-Funktionen auffinden lassen sollen.

Bereits in der kommenden Woche wird Apple auf seinem inzwischen angekündigten Event seine diesjährige iPhone-Generation präsentieren. Sollte sich die Geschichte wiederholen, könnte dabei dann auch die Apple Watch Series 5 präsentiert werden, die offenbar dieses Mal dann auch mit einem Keramik- und einem Titan-Gehäuse geben könnte. Spannender dürften in diesem Jahr allerdings eher Softwarethemen sein. Vor allem um ein direkt in die Apple Watch integriertes Schlaf-Tracking ranken sich bereits seit einiger Zeit verschiedene Gerüchte, erst recht seitdem Apple vor einiger Zeit bereits das auf diese Funktion spezialisierte Unternehmen Beddit übernommen hat.
Nun haben die Kollegen von 9to5Mac aus ihren internen Quellen bei Apple neue Informationen zu der offenbar kommenden Funktion in Erfahrung bringen können. Die Schlafüberwachung mit dem internen Codenamen "Burrito" stellt Nutzer vor die Wahl, ob sie ihre Apple Watch nachts im Bett am Handgelenk lassen oder eine dedizierte Apple Watch nutzen wollen. Während des Schlafens wird die Watch dann mithilfe verschiedener Sensoren Informationen über die Schlafqualität sammeln und diese in der Health-App auswerten und bereitstellen. Auf der Watch selbst wird es eine neue Sleep-App geben.
Trägt man seine Apple Watch auch in der Nacht und steht auf, bevor der eigentlich auf dem verbundenen iPhone gestellte Wecker klingelt, wird dieser dank der Schlafüberwachung automatisch deaktiviert. Generell wird der Wecker dann nur auf der Watch losgehen, wobei das iPhone noch als Backup dient, sollte man nicht aus den Federn kommen. Alternativ kann der Wecker auf der Watch auch leise geschehen und funktioniert dann rein über Vibrationen am Handgelenk.
Quasi zwangsläufig stellt sich natürlich die Frage nach der Akkulaufzeit, schließlich war die Nacht bislang die bevorzugte Zeit für Nutzer der Apple Watch, um diese wieder aufzuladen, um sie am nächsten Tag wieder nutzen zu können. Offenbar wird Apple Nutzer der Schlafüberwachung daher rechtzeitig vor dem normalen Gang ins Schlafzimmer daran erinnern, die Apple Watch bereits vorab zu laden. Ob dies allerdings wirklich der Weisheit letzter Schluss sein soll, wage ich dann doch mal zu bezweifeln.
Apple hat ein neues Austauschprogramm für gerissene oder gesplitterte Displays der Apple Watch Series 2 und Apple Watch Series 3 mit Aluminium-Gehäuse ins Leben gerufen. Grund ist, dass es nach Aussage des Unternehmens in seltenen Fällen vorkommen kann, dass das Glas an den abgerundeten Ecken des Displays splittern kann. Das Phänomen beginnt an einer der Ecken und zieht sich nach einer Zeit komplett um das Display betroffener Apple Watches herum. Sollte man hiervon auch betroffen sein, kann man sich an den Apple Support, einen Apple Store oder einen autorisierten Service-Partner wenden, wo das Display kostenlos ausgetauscht wird. Dem zugehörigen Support-Dokument zufolge fallen sämtliche Modelle der Apple Watch Series 2 und Series 3 unter das Austauschprogramm. Es gilt demnach für alle Geräte innerhalb von drei Jahren nach dem ersten Kauf.
