Heute steht auch bei uns der offizielle Verkaufsstart des iPhone XR auf dem Programm. Während das Gerät bereits seit der vergangenen Woche vorbestellt werden konnte und in verschiedenen Ländern der Welt bereits ausgeliefert wurde, fällt ein Detail auf. So bietet Apple aktuell (noch) keinerlei eigene Schutzhüllen für das iPhone XR an. Dies gilt sowohl für den Online Store, als auch für die Retail Stores. So haben die Kollegen von MacOtakara den Nagoya Sakae Apple Store in Japan besucht und während man dort alle sechs Farben des iPhone XR vorrätig hatte, fehlten die passenden Apple-Schutzhüllen.
Dieser Umstand ist umso bemerkenswerter, da Apple in der Pressemitteilung zum iPhone XR eine eigene transparente Schutzhülle angekündigt hatte, durch die die bunten Gehäuse des Geräts sichtbar bleiben. Wie es aussieht, werden wir hierauf aber noch eine Zeit warten müssen.
Das nächste Apple-Event des Jahres wirft langsam aber sicher seine Schatten voraus. Nicht nur hat Apple inzwischen seine Event-App auf dem Apple TV für den Livestream aktualisiert, auch die Event-Location, das Howard Gilman Opera House an der Brooklyn Academy of Music in New York City wird bereits für die Veranstaltung am kommenden Dienstag aufgehübscht. Die japanischen Kollegen von MacOtakara haben hierzu das unten eingebettete YouTube-Video veröffentlicht, in dem die Dekorationsarbeiten dokumentiert werden.
YouTube Direktlink
Bei der Gestaltung des Event-Setups orientiert sich Apple erwartungsgemäß an den bunten Motiven der in der vergangenen Woche verschickten Einladungen. Zur Erinnerung: Erwartet werden am Dienstag kommender Woche neue Macs, sowie neue iPad Pros, bei denen Apple erstmals auf Face ID und USB-C anstelle des gewohnten Lightning-Anschlusses setzen dürfte.
Vor ziemlich genau einem Jahr hat Apple einigermaßen überraschend die Übernahme des Musikerkennungsdienstes Shazam bekanntgegeben, die vor wenigen Wochen nun auch durch die EU genehmigt wurde. Nachdem die Formalien nun soweit erledigt sind, beginnt hinter den Kulissen die Abwicklung des Ganzen. Dabei informiert Shazam seine registrierten Nutzer inzwischen beim Start der App und auf einer entsprechenden Webseite über die dabei erfolgenden Datenübertragungen zu Apple. Hat man in der Vergangenheit einne Shazam-Account angelegt, um die erkannten Songs zwischen Geräten zu synchronisieren, gehen diese Daten nun an Apple über. In diesem Zusammenhang werden auch sämtliche Werbeeinblendungen aus Shazam entfernt und die bisherige Premium-Version "Shazam Encore" eingestellt.
Ist man mit der Datenübertragung an Apple nicht einverstanden, kann man seinen Account innerhalb der App löschen und damit auch sämtliche auf den Shazam-Servern gespeicherte Daten. Bereits von Shazam angelegte Analyselogs bleiben hiervon hingegen unberührt, werden jedoch anonymisiert. Alle Informationen hierzu gibt es auf der oben verlinkten Webseite bei Shazam.
Die Vorbereitungen auf den Start von Apple Pay in Deutschland laufen hinter den Kulissen offenbar bereits auf Hochtouren. So berichten mir inzwischen verschiedene Leser (danke dafür!), dass der Punkte "Wallet & Apple Pay" unvermittelt in den Einstellungen ihres iPhone aufgetaucht ist. Und auch Apple selbst wird inzwischen aktiv und bewirbt den Start des mobilen Bezahldienstes zunehmend offensiv. So weist nun auch die offizielle Tipps-App unter iOS auf die Möglichkeiten mit Apple Pay hin. In einer verschickten Push-Nachricht verlinkt Apple dabei unter der Überschrift "Die schnellste Bezahlmethode" auf eine gleichnamige Info-Seite, auf der es dann jedoch lediglich heißt:
Suche beim Bezahlen nach einem dieser Symbole: „Symbol des Lesegeräts“ oder „Apple Pay-Logo“. Doppelklicke die Seitentaste, blicke für die Authentifizierung mit Face ID auf dein iPhone und halte das iPhone nahe an das Lesegerät, um zu bezahlen.
Eine passende Möglichkeit für weitere Informationen zum Deutschland-Start von Apple Pay oder gar dessen offizielle Ankündigung böte sich auf dem anstehenden Event am kommenden Dienstag. (mit Dank an alle Tippgeber!)
Die sagenumwobene GrayKey-Box ist so ein wenig zum Synonym für das erfolgreiche Knacken eines gesperrten iPhone geworden. Bereits kurz nach Bekanntwerden der auf einem Jailbreak basierenden Brute-Force-Methode kündigte Apple an, dass man hiergegen vorgehen werde. Unter anderem wurden per iOS-Update seither Methoden wie die USB-Sperre für unbekanntes Zubehör eingeführt, die Apple mit iOS 12 noch einmal deutlich angezogen hat. So berichtet Forbes, dass das aktuelle iOS-Update die GrayKey-Box quasi nutzlos gemacht hat.
Demnach haben Forbes mehrere Quellen gesteckt, dass die GrayKey-Box seit iOS 12 nicht mehr in der Lage ist, den Passcode eines gesperrten iPhone zu knacken. Während Apple inzwischen verschiedene Gegenmaßnahmen implementiert hat, ist unklar, welche genau die GrayKey-Methode ausgehebelt hat. Für den Otto-Normal-Nutzer ist es jedoch eine gute Nachricht, dass aktuell keine effektive Möglichkeit mehr existiert, die ein gesperrtes iPhone unrechtmäßig knacken kann.
Bereits mehrere Tage vor dem Event am kommenden Dienstag, auf dem neue Macs und iPads erwartet werden, hat Apple inzwischen seine Events-App für das Apple TV passend aktualisiert. Dabei präsentiert sie sich wie zu erwarten im Design der Einladungen aus der vergangenen Woche. Über die App lässt sich ebenso wie über die Events-Webseite ein Livestream der Veranstaltung abrufen, die um 10:00 Uhr Ortszeit New York City beginnen wird. Aufgrund der Zeitverschiebung und Zeitumstellung beginnt das Event hierzulande bereits um 15:00 Uhr. Aus Termingründen werde ich daher dieses Mal leider auch keinen Live-Ticker anbieten können, bemühe mich jedoch, möglichst schnell über die Neuvorstellungen zu berichten.
Wie die Kollegen von 9to5Mac anmerken, finden sich in verschiedenen Apple Retail Stores spezielle Sessions im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Today at Apple", für die man sich in seinem örtlichen Apple Store anmelden kann, um dort dem Event live beizuwohnen. Unter anderem finden solche Sessions in Dubai, Grußbritannien und Kanada statt. Für Deutschland sind mir hierzu aktuell leider keine Veranstaltungen bekannt.
Apples #ShotoniPhone-Hashtag ist nach wie vor die Quelle für von Cupertino höchstpersönlich ausgesuchte Fotos auf sozialen Netzwerken wie Twitter, Instagram und Flickr, die dann prominent zu eigenen Werbezwecken verwendet werden. So hat Apple auch aktuell wieder einen Newsroom-Artikel veröffentlicht, in dem man verschiedene Nutzer-Fotos präsentiert, die im Portrait Mode und mit dem manipulierbaren Tiefenschärfen-Effekt auf dem iPhone XS aufgenommen wurden. Für eine komplette Galerie sei ein Abstecher zu dem oben verlinkten Artikel empfohlen, im Anschluss ein kleiner Anschmecker.
Wie bekannt, hielt Apple CEO heute Rede auf der 40. International Conference of Data Protection and Privacy Commissioners (ICDPPC) in Brüssel, bei der er die USA zu drastischen Verbesserungen in Sachen Datenschutz seiner Bürger aufrief. Dabei solle sich seine Regierung ein Beispiel an der DSGVO der EU nehmen, um der immer größer werdenden Datensammelwut mancher Unternehmen einen Riegel vorzuschieben. Die Kollegen von TechCrunch zitieren aus Cooks Rede:
"Our own information — from the everyday to the deeply personal — is being weaponized against us with military efficiency. These scraps of data, each one harmless enough on its own, are carefully assembled, synthesized, traded and sold. [...] Taken to the extreme this process creates an enduring digital profile and lets companies know you better than you may know yourself. Your profile is a bunch of algorithms that serve up increasingly extreme content, pounding our harmless preferences into harm. [...] We shouldn't sugarcoat the consequences. This is surveillance."
In Sachen einer eigenen DSGVO für die USA ergänzte Cook:
"This year you've shown the world that good policy and political will can come together to protect the rights of everyone," he said. "It is time for the rest of the world, including my home country, to follow your lead. We in Apple are in full support of a comprehensive federal privacy law in the United States."
Aus eigener Sicht würde ich zwar behaupten, dass die DSGVO nicht in jedem Detail das sein sollte, was es anzustreben gilt, die grundsätzliche Idee und Richtung sind jedoch sicherlich auch für die USA längst überfällig. Cook jedenfalls sieht sein Unternehmen als Vorreiter in Sachen Datenschutz im Silicon Valley und zeigte sich bereit, an entsprechenden Verbesserungen für das gesamte Land mitwirken zu wollen. Der Nutzer müsse wieder Herr über seine eigenen Daten werden. Dies sei vor allem in Zeiten des starken Voranschreitens künstlicher Intelligenz extrem wichtig.
"For artificial intelligence to be truly smart it must respect human values — including privacy. If we get this wrong, the dangers are profound. We can achieve both great artificial intelligence and great privacy standards. It is not only a possibility — it is a responsibility.”